Gestiegene Fälle von Diebstählen durch häusliche Pflegekräfte: Polizei Oberösterreich schlägt Alarm
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Polizei warnt vor Diebstählen durch Pflegekräfte in häuslicher Betreuung in Oberösterreich

In Oberösterreich mehren sich Fälle, in denen Pflegekräfte in der häuslichen Betreuung ihre betreuten Personen bestehlen sollen. Seit Oktober sind sechs Fälle zur Anzeige gebracht worden.

Der dadurch verursachte Schaden beträgt nach Angaben der Polizei rund 350.000 Euro. Betroffen sind ausschließlich Situationen, in denen Menschen im eigenen Zuhause betreut werden.

Viele der mutmaßlichen Täterinnen und Täter sind in den angezeigten Fällen über Vermittlungsagenturen beschäftigt. Die Polizei spricht in den meisten Fällen von Einzeltäterinnen. Gestohlen werden demnach vor allem leicht transportierbare Gegenstände wie Schmuck, Goldmünzen oder Bargeld. Nach Darstellung der Polizei waren viele der Taten geplant.

Besonders hoher Schaden im Bezirk Schärding

Ende März kam es im Bezirk Schärding zu einem besonders hervorgehobenen Fall. Einem Pfleger aus Rumänien wird vorgeworfen, seinem Patienten Gold im Wert von mehr als 300.000 Euro gestohlen zu haben.

Empfehlungen der Polizei und Präventionstipps

Die Polizei rät zu besonderer Vorsicht bei der Auswahl von Vermittlungsagenturen und im Umgang mit Wertsachen im Zusammenhang mit häuslicher Pflege. Fehlende Gegenstände sollten nach Empfehlung der Polizei rasch dokumentiert und umgehend zur Anzeige gebracht werden.

Stefanie Berger, Präventionsexpertin beim Landeskriminalamt Oberösterreich, weist darauf hin, dass manche Pflegekräfte Zugang zu Bargeld oder Konten haben, weil dies notwendig sei. Sie rät, bei Geldangelegenheiten im Mehr-Augen-Prinzip vorzugehen und empfiehlt, ein Kassenbuch zu führen, um gegenseitige Kontrolle zu ermöglichen.