Gesundheitsplan 2040+: ÖVP und FPÖ ziehen erste Bilanz zum Umbau im Niederösterreichischen Gesundheitswesen
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ÖVP und FPÖ ziehen positive Zwischenbilanz zum Gesundheitsplan 2040+ in Niederösterreich

Rund ein Jahr nach der Präsentation des „Gesundheitsplans 2040+“ haben ÖVP und FPÖ in Niederösterreich eine positive Zwischenbilanz gezogen. Beide Parteien erklärten, man sei bei der Umsetzung des Plans auf einem guten Weg.

Die SPÖ hatte den „Gesundheitsplan 2040+“ zuletzt kritisiert. Der Plan wird schrittweise realisiert und umfasst strukturelle Anpassungen in mehreren Bereichen des Gesundheitswesens.

Strukturänderungen in Spitälern und Regionen

Nach derzeitigem Konzept müsse nicht jedes Spital alle Leistungen anbieten. In jeder Region sollen die verschiedenen Leistungen in Schwerpunkthäusern vorhanden sein.

Die Geburtshilfe wird von Klosterneuburg nach Tulln übersiedelt. Durch diese Verlagerung soll in Klosterneuburg eine neue Möglichkeit für tagesklinische Eingriffe im HNO-Bereich für Kinder geschaffen werden.

Die Akutgeriatrie wird unter anderem in Melk, Mödling, Klosterneuburg und Stockerau ausgebaut. Gmünd soll tagesambulante Eingriffe in den Fächern Chirurgie, Augenheilkunde und Orthopädie/Traumatologie anbieten und zum tagesambulanten Zentrum des Waldviertels werden. Dort soll an sieben Tagen die Woche eine durchgehende Erstversorgung zur Verfügung stehen.

Aussagen der Verantwortlichen

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) betonte, dass die Strukturen an die Anforderungen der modernen Medizin angepasst werden müssen. Landesrat Martin Antauer (FPÖ) erklärte, die vereinbarten Maßnahmen müssten sorgfältig und im Sinn einer sicheren Versorgung der Bevölkerung umgesetzt werden.

Elisabeth Bräutigam, Vorständin der Landesgesundheitsagentur, hob hervor, dass die Maßnahmen dazu beitragen, die Versorgung moderner und patientenorientierter zu gestalten.

Umfrage zur Akzeptanz des Gesundheitsplans

Laut einer Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse halten 82 Prozent der Niederösterreicher die Maßnahmen im „Gesundheitsplan 2040+“ für notwendig. 89 Prozent der Befragten gaben an, sie würden eine Operation lieber in einer Klinik mit spezialisierten Experten durchführen lassen, auch wenn dafür eine um 30 Minuten längere Anfahrt in Kauf zu nehmen wäre.

Nächste Projekte

Zu den nächsten Projekten im Rahmen des „Gesundheitsplans 2040+“ zählt der Ausbau der roboterassistierten Chirurgie an mehreren Standorten. Die schrittweise Umsetzung des Plans soll fortgesetzt werden.