Schimmelpilz auf Maisversuchsfeld entdeckt: Experte sieht kein erhöhtes Risiko für Konsumenten
Auf einem Maisversuchsfeld im Tullnerfeld ist der Schimmelpilz Aspergillus flavus nachgewiesen worden. Der Fund hat bei vielen Menschen Verunsicherung ausgelöst, weil der Pilz den Stoff Aflatoxin B1 bildet, der als hochgiftig gilt.
Forscher der Universität für Bodenkultur (BOKU) entdeckten den Pilz im Rahmen eines Feldversuchs in Tulln, der ursprünglich ins Leben gerufen worden war, um andere Toxine zu untersuchen. Als Verantwortliche für den Fund werden Institutsleiter Rudolf Krska und Stefan Freitag als Leiter eines Forschungsteams genannt.
Einschätzung von Gesundheitsrisiken
Rudolf Krska leitet das Institut für Bioanalytik und Agro-Metabolomics an der BOKU in Tulln und wird als Experte bezeichnet. Er erklärte gegenüber noe.ORF.at, man brauche nach dem Fund des Schimmelpilzes und von Aflatoxin B1 in Niederösterreich kein ungutes Gefühl beim Kauf von Mais und anderen Lebensmitteln zu haben. Nach seinen Angaben müsse man sich auch bei Milch keine Sorgen machen.
Im Zusammenhang mit dem Fund wird darauf hingewiesen, dass die Lebensmittelindustrie sehr engmaschig kontrolliert. Die Molkerei NÖM mit Sitz in Baden bestätigt, mehrere Anfragen zum Thema erhalten zu haben. Die Landwirtschaftskammer Niederösterreich betont, regelmäßige Kontrollen durchzuführen.
Im Artikel wird ausgeführt, dass von Aspergillus flavus produzierte Aflatoxine zu den krebserregendsten natürlichen Stoffen zählen. Aflatoxin B1 könne schon in geringen Dosen Leberkrebs auslösen. Gifte wie Aflatoxin B1 in Lebensmitteln können laut Darstellung massive Auswirkungen auf Gesundheit und Wirtschaft haben. Als Beispiel wird genannt, dass belastete Lebensmittel vernichtet werden müssen, was extreme Kosten verursacht.
Kontrollen und EU-Frühwarnsystem
Es wird auf das EU-Frühwarnsystem Rapid Alert System for Food and Feed hingewiesen. Im Rahmen dieses Systems stehen die Länder laut Darstellung in engem Austausch miteinander. Bei erhöhten Werten können weitere Proben veranlasst werden. Im Ernstfall können Importe zurückgerufen oder bestimmte Produkte vom Markt genommen werden.
Auch Importwaren werden demnach regelmäßig geprüft und im Zweifel zurückgerufen. Im Artikel wird beschrieben, dass damit das Risiko für Konsumentinnen und Konsumenten reduziert werden soll.
Klimawandel und erhöhte Anfälligkeit
In einem Abschnitt mit der Überschrift „Klimawandel verschärft Problem“ wird dargestellt, dass der Fund des Schimmelpilzes auf den Klimawandel und seine Auswirkungen auf die Landwirtschaft aufmerksam macht. Kulturen wie Mais und Getreide seien angreifbarer, je heißer es werde.
Pflanzen, die in Folge von Hitze unter Trockenstress stehen, können sich demnach weniger gegen den Pilz wehren. Rudolf Krska wird mit einem Vergleich zwischen geschwächten Pflanzen und einem Menschen mit schwachem Immunsystem zitiert. Er betont, dass Aspergillus flavus in Österreich nur selten vorkommt, während Importe aus sehr heißen Ländern viel häufiger betroffen sind. Als Beispiele werden Erdnüsse, Pistazien und Trockenfrüchte genannt.
Strategien und Empfehlungen
Es wird beschrieben, dass es bereits unterschiedliche Ansätze und Methoden gibt, um gegen Pilze wie Aspergillus flavus vorzugehen. Unter anderem wird auf Resistenzzüchtung und Vorhersagemodelle gesetzt. Rudolf Krska hebt hervor, dass es wichtig sei, weitere Maßnahmen zu setzen und das Thema in Österreich künftig mehr denn je im Blick zu behalten.
Als praktische Empfehlung nennt Krska bei Beunruhigung eine balancierte Diät. Zudem wird geraten, Importwaren aus heißen Ländern, die immer wieder Aflatoxin B1 aufweisen, nicht zu häufig zu konsumieren. Damit könne das Risiko zusätzlich minimiert werden. Zugleich wird darauf hingewiesen, dass auch diese Importwaren regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf zurückgerufen werden.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








