Tiroler Sportlerwahl: Venier, Haaser und FC Wacker ausgezeichnet
In der Dogana im Innsbrucker Congress sind im Rahmen der „Nacht des Tiroler Sports“ die Tiroler Sportlerinnen und Sportler des Jahres geehrt worden. Die traditionelle Sportlergala versammelte rund 900 Gäste, darunter Weltmeisterinnen und Weltmeister, Europameister, Weltcupsiegerinnen und Weltcupsieger sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und öffentlichem Leben.
ORF Tirol und die Tiroler Tageszeitung hatten zur Wahl aufgerufen. Das Publikum konnte in mehreren Kategorien abstimmen und gab bis zum Ende der Abstimmung rund 35.700 Stimmen ab.
Publikum wählt Venier, Haaser und FC Wacker Innsbruck
Zur beliebtesten Sportlerin wurde Stephanie Venier gewählt. Die Oberperferin war bereits zwei Jahre zuvor zur beliebtesten Sportlerin gekürt worden. Venier gewann 2025 in Saalbach den Weltmeistertitel im Super-G und holte bei derselben WM Bronze im Teambewerb. Im Sommer 2025 beendete sie ihre aktive Laufbahn und wurde später im Jahr erstmals Mutter.
Bei den Männern setzte sich Raphael Haaser durch. Der Riesentorlauf-Weltmeister aus Maurach gewann bei der WM in Saalbach zweimal WM-Edelmetall und wurde zum beliebtesten Sportler gewählt. Hinter ihm belegten Johannes Lamparter und Felix Gall die Plätze zwei und drei.
In der Teamwertung entschied der FC Wacker Innsbruck die Publikumsabstimmung für sich und wurde damit zum beliebtesten Tiroler Sportteam gewählt. Der im Artikel als Drittligist bezeichnete Klub führt die Regionalliga West an und erhielt die Bundesligalizenz für die Saison 2026/27. Auf Rang zwei folgten die Rodel-Doppelsitzerinnen Selina Egle und Lara Kipp, die im Vorjahr gewonnen hatten, Dritter wurde der RSC Inzing.
Ehrungen im Behindertensport
Zur beliebtesten Behindertensportlerin wurde Jasmin Plank gewählt. Sie setzte sich vor der Paracyclerin Svetlana Moshkovich und der Paraskifahrerin Jelena Jehle durch. Plank gewann 2025 ihren siebten Staatsmeistertitel und wurde in Seoul Vizeweltmeisterin.
Daniel Stütz wurde erstmals zum Behindertensportler des Jahres gewählt. Der Para-Leichtathlet gilt seit Jahren in der Leichtathletik als Dauerbrenner. 2025 stellte er einen neuen österreichischen Rekord über 60 Meter auf und gewann vier weitere Staatsmeistertitel.
Viktor für Lebenswerk und Aufsteigerin des Jahres
Die Sportredaktionen von ORF Tirol und Tiroler Tageszeitung vergaben zusätzlich den Viktor für den Aufsteiger des Jahres sowie einen Special Award. Zur Aufsteigerin des Jahres wurde die 18-jährige Osttirolerin Lilli Tagger ausgezeichnet. Sie stieß vor kurzem in die Top 100 der Welt vor, besiegte beim Turnier in Linz die ehemalige Nummer zwei der Welt, Paula Badosa, gewann 2025 den Juniorinnentitel bei den French Open und stand im selben Jahr erstmals im Finale eines WTA-250-Turniers.
Der Viktor für das Lebenswerk ging an Barbara Schett-Eagle, die im Artikel als Tennislegende bezeichnet wird. Die 50-Jährige debütierte mit 14 Jahren auf der WTA-Tour in Kitzbühel und erreichte mit 18 Jahren erstmals die Top 100. Ihre beste Weltranglistenplatzierung war Rang sieben, sie wird als bis heute bestplatzierte österreichische Spielerin beschrieben. Schett-Eagle gewann drei WTA-Turniere im Einzel und zehn im Doppel, erreichte mehrfach das Viertelfinale großer Turniere, darunter die US-Open und die WTA Tour Championships, sowie 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney das Viertelfinale. Bei den Australian Open stand sie im Mixed-Doppel-Finale gemeinsam mit Joshua Eagle, ihrem jetzigen Ehemann. Ihre aktive Tenniskarriere beendete sie 2005 und ist seither unter anderem als Turnierbotschafterin, Kolumnistin, TV-Moderatorin und TV-Expertin tätig.
Im Rahmen der Gala wurde auf das abgelaufene Sportjahr zurückgeblickt. Die Siegerinnen und Sieger erhielten den „Viktor“ als Trophäe.








