Glitzernde Bühne und barrierefrei: Wien begeistert als Gastgeberin des Eurovision Song Contest 2026
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Wien präsentiert sich als Gastgeberstadt des Eurovision Song Contest 2026

Wien hat 2026 den Eurovision Song Contest als Gastgeberstadt ausgerichtet. Die Veranstaltung wurde in der Stadt an mehreren Orten, unter anderem am Rathausplatz, durchgeführt.

Im Mittelpunkt standen nach Angaben der Verantwortlichen insbesondere Sicherheitskonzept, Inklusion und ein breites Angebot für Besucherinnen und Besucher.

Sicherheitsmaßnahmen und Ablauf

ESC-Direktor Martin Green äußerte sich positiv über Wien als „Host City“. Tourismusdirektor und ESC-Koordinator Norbert Kettner berichtete von Feedbackgesprächen mit internationalen Delegationen, in denen das Sicherheitsniveau thematisiert wurde.

Die ESC-Woche in Wien verlief demnach trotz aufgeheizter Stimmung im Vorfeld ohne nennenswerte Zwischenfälle. Das Sicherheitsniveau wird als hoch beschrieben, zugleich sollen die Vorkehrungen nach Rückmeldungen von Gästen nicht zu sehr im Vordergrund gestanden haben.

Im Zusammenhang mit Demonstrationen wird Bürgermeister Michael Ludwig mit dem Satz zitiert, man lasse sich in Wien nicht „wegterrorisieren“.

Inklusive Infrastruktur und Angebote

Der Eurovision Song Contest in Wien wird als besonders inklusiv beschrieben. An sämtlichen Veranstaltungsorten habe es barrierefreie Infrastruktur gegeben. In der Stadthalle und am Rathausplatz standen Rollstuhlplattformen zur Verfügung, zusätzlich wurden Sitzplätze für unterschiedliche Bedürfnisse angeboten.

Assistenzhunde waren ausdrücklich willkommen. Für neurodivergente Personen wurden kostenlos Gehörschutz, Lichtschutz und Fidget-Tools bereitgestellt.

Teile des Programms waren kostenlos zugänglich: Der ESC war unter anderem am Rathausplatz gratis erlebbar, zudem wurden in der Stadt weitere kostenlose Angebote im Zusammenhang mit der Veranstaltung eingerichtet.

Stadtbild, Verkehr und internationale Wahrnehmung

Wien war im Stadtbild deutlich als ESC-Austragungsort erkennbar. Straßenbahnen, Mistkübel und Brücken trugen sichtbares ESC-Branding. Als Vergleichsbeispiel wird auf die sogenannten „Ampelpärchen“ im Jahr 2015 verwiesen.

Verkehrsbezogene Probleme werden nicht berichtet. Die Stadt wickelte das Großereignis über den öffentlichen Verkehr ab, Sperrzonen waren demnach auf ein Minimum beschränkt und im Vorfeld kommuniziert.

Wien wird als LGBTIQ+-freundliche Stadt beschrieben und als Standort mit gutem Ruf weit über Europa hinaus. Der ESC 2026 wurde wieder in den USA über YouTube übertragen; zuvor war dies laut Darstellung zuletzt 2017 beim Bewerb in Kiew der Fall. Die New York Times berichtete live über den ESC in Wien und veröffentlichte einen Beitrag über Wien als Weltmusikstadt, der einen Bogen von historischen Komponisten über Falco bis zur Band Bilderbuch spannt.

Rahmenprogramm und wirtschaftliche Analyse

Für rund 2.600 Delegierte und Medienvertreter aus aller Welt wurde ein Rahmenprogramm organisiert. Dieses umfasste 111 Aktivitäten und wird als das größte in der Geschichte des Eurovision Song Contest bezeichnet.

Norbert Kettner erklärte im Zusammenhang mit dem Rahmenprogramm, der Regen sei hilfreich gewesen. Besucher hätten dadurch einen „ungetrübten Blick“ auf die Stadt, das Kulturleben und die Museen gehabt.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Eurovision Song Contest auf Tourismus und Wertschöpfung soll das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) analysieren. Erste Details dieser Auswertung sollen im Juni vorliegen.