Grazer Galerientage 2026: Weniger Orte, mehr Tiefe – Eine Standortbestimmung der zeitgenössischen Kunst in Graz
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Grazer Galerientage 2026 mit reduziertem Programm

Die Grazer Galerientage gehen 2026 in ihr 26. Jahr und präsentieren sich weiterhin als fixer Bestandteil der Kulturszene. Besucherinnen und Besucher können dabei zeitgenössische internationale Kunst erleben und an vielfältigen Formaten teilnehmen.

In diesem Jahr beteiligen sich 25 Galerien, Museen und Institutionen an den Grazer Galerientagen, im Vorjahr waren es 31 Orte. Laut der Organisatorin Tanja Gassler von der ARGE „aktuelle kunst in graz“ ist es kein Zufall, dass heuer weniger Orte teilnehmen.

Angebot von Ausstellungen bis Workshops

Die teilnehmenden Einrichtungen laden zu Auseinandersetzung und Austausch über Themen der Zeit ein. Genannt werden dabei unter anderem das Thema Krieg sowie Ausstellungen, die von Blumenschönheiten bis zu Fragen der Resilienz reichen. Zu den Mitwirkenden zählen größere ebenso wie kleinere Einrichtungen, etwa vom Kultum bis zum Trostrekorder.

Auch der Ort „Ziegel“ ist heuer Teil der Grazer Galerientage. Dort haben ukrainische Künstlerinnen, Künstler und Kuratorinnen eine Heimat in Graz gefunden und arbeiten vor Ort. Die Galerientage bieten zudem Möglichkeiten, Kreativität selbst auszuleben.

Für Familien und Einzelpersonen werden Workshops angeboten, für die ein überschaubarer Beitrag vorgesehen ist. Nahezu alle übrigen Angebote sind ohne Eintritt zu besuchen, die geführten Rundgänge sind laut Angaben kostenlos. Erstmals werden Rundgänge in einfacher Sprache angeboten. Es heißt, man könne ungezwungen mit der ganzen Familie kommen.

Kürzungen im Kulturbereich und kulturpolitische Lage

Kürzungen im Kulturbereich betreffen auch die Grazer Galerientage. Tanja Gassler bezeichnet die kulturpolitische Lage als nicht ideal. Sie hebt hervor, dass die Etabliertheit der Galerientage zwar vorhanden sei, man aber dennoch kämpfe und nicht aufgebe.

Mit den Galerientagen soll ein Zeichen gesetzt werden, dass die beteiligten Akteurinnen und Akteure weiterhin präsent, vernetzt und einander unterstützend auftreten. Gassler beschreibt das 26. Jahr der Veranstaltung als nicht das einfachste.

Programmhighlights und Eröffnung

Unter den Ausstellungen hebt Gassler eine Präsentation des Künstlerduos Zweintopf in der Galerie Zimmermann Kratochwill hervor. Diese beschäftigt sich mit der Sammlung des Galeristen Eugen Lendl, der als wichtiger Galerist in Graz bezeichnet wird und zu Beginn für die Entstehung der Grazer Galerientage sehr wichtig gewesen sei.

Die Grazer Galerientage gibt es seit 2001. Eröffnet wird heuer am Freitagabend mit einem Fest in der Halle für Kunst in Graz.