Grazer Pakt: ÖVP präsentiert Verkehrskonzept für Innenstadt
Die Grazer Volkspartei hat am Freitag ein neues Verkehrskonzept unter dem Titel „Grazer Pakt“ vorgestellt. Ziel ist es, die Grazer Innenstadt zu entlasten und gleichzeitig gut erreichbar zu halten.
Die Präsentation erfolgt im Vorfeld der Grazer Gemeinderatswahl, die am 28. Juni stattfindet. Teile der Umsetzung des Konzepts hängen vom Wahlergebnis ab.
Weniger Autoverkehr, mehr Platz für Rad- und Fußverkehr
Der Plan der Grazer Volkspartei zielt darauf ab, den Autoverkehr aus der Innenstadt zu verlagern. Dadurch soll mehr Raum für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie für den Radverkehr geschaffen werden.
Der „Grazer Pakt“ sieht vor, die Innenstadt zu beruhigen, ohne deren Erreichbarkeit grundsätzlich einzuschränken. Autofahrerinnen und Autofahrer sollen ihre Fahrzeuge verstärkt außerhalb des Zentrums abstellen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiterfahren.
Ausbau von Park-and-Ride und Garagenprojekten
Ein zentraler Baustein des Konzepts ist der massive Ausbau von Park-and-Ride-Anlagen. Geplant sind neue Parkplätze am Stadtrand, unter anderem beim Murpark und im Bereich Andritz. Die Anlage in Andritz soll 1.000 Stellplätze bieten.
Zusätzlich sind Garagenprojekte in den Stadtteilen Gösting und Webling sowie in der Innenstadt vorgesehen. In der Innenstadt könnten neue Parkmöglichkeiten unter anderem am Andreas-Hofer-Platz entstehen.
Stärkung des öffentlichen Verkehrs
Parallel dazu soll der öffentliche Nahverkehr in Graz ausgebaut werden. Dies soll sicherstellen, dass die Innenstadt auch dann gut erreichbar bleibt, wenn mehr Fahrzeuge außerhalb geparkt werden.
Vorgesehen ist unter anderem eine mögliche Verlängerung bestehender Straßenbahnlinien, um die Anbindung der Stadtteile an das Zentrum zu verbessern. Die Straßenbahnlinie 5 könnte dabei bis Webling verlängert werden.
Umsetzung abhängig von Wahl und Finanzierung
Für den Umfang der Umsetzung nennt die ÖVP die Finanzierung und die politischen Mehrheitsverhältnisse als entscheidende Faktoren. Die Gemeinderatswahl am 28. Juni wird in diesem Zusammenhang als bedeutsam eingestuft.








