Wiener Ringstraße: Stadt plant einheitlichen Radweg und neue Fußgängerbereiche
Die Wiener Ringstraße soll in mehreren Bauphasen umgestaltet werden. Im Mittelpunkt steht ein neues Radwegkonzept mit klarer Trennung von Rad- und Fußverkehr.
Mit den Umbauarbeiten soll im Herbst begonnen werden. Ziel ist es, fünf Bauabschnitte innerhalb der laufenden Legislaturperiode fertigzustellen; eine leichte Verschiebung des Zeitplans darüber hinaus wird als möglich bezeichnet.
Neues Konzept für Rad- und Fußverkehr
Ein Kernstück des Projekts ist ein durchgängiger, einheitlicher Radweg. Vorgesehen sind ein eigener Radweg und ein eigener Fußgängerweg, wobei die Entflechtung von Rad- und Fußgängerbereich im Fokus steht. Platz für diese Flächen soll vor allem im Bereich der Nebenfahrbahnen geschaffen werden, die zum Teil aufgelöst werden.
Die Hauptfahrbahnen der Ringstraße sowie die Straßenbahnstrecken bleiben in ihrer bisherigen Form bestehen. Gearbeitet wird je nach Abschnitt nur rechts oder links der Hauptfahrbahnen. Nicht der gesamte Ring wird umgestaltet, sondern je nach Nutzungsstärke nur die Innen- oder Außenseite.
Der geplante Radweg soll sandfarben markiert werden. Diese Gestaltung wird unter anderem mit sicherheitstechnischen Überlegungen begründet und knüpft an ursprünglich am Ring verlaufende geschotterte Reit-Alleen an.
Fünf Bauabschnitte mit Fokus auf Innenseite des Rings
Die Umgestaltung erfolgt in fünf Abschnitten. Der erste Abschnitt umfasst eine rund 500 Meter lange Strecke zwischen den U-Bahn-Stationen Schottenring und Schottentor. In diesem Bereich wird die Innenseite des Rings umgestaltet, die Außenseite bleibt unverändert. Zwischen Schottenring und Schottentor soll ein 4,5 Meter breiter Radweg entstehen, wofür die Nebenfahrbahn größtenteils entfernt wird. Die Zufahrt über die Nebenfahrbahn bleibt nur in einzelnen Bereichen möglich.
Die Allee unter den Bäumen zwischen Schottenring und Schottentor soll künftig ausschließlich Fußgängern vorbehalten sein. In diesem ersten Abschnitt sind zusätzliche 900 Quadratmeter Grünflächen in Form von Sträucherbeeten, die Pflanzung von 12 neuen Bäumen sowie neue Sitzgelegenheiten und Trinkbrunnen vorgesehen. Der erste Umbauabschnitt soll im ersten Halbjahr 2027 fertiggestellt werden.
Nach Abschluss des ersten Abschnitts sollen die weiteren vier Abschnitte nacheinander umgesetzt werden. In der zweiten Phase ist die Umgestaltung des Universitätsrings vorgesehen. In der dritten Phase folgen Opernring, Burgring und Dr.-Karl-Renner-Ring, in der vierten Phase der Kärntner Ring. In der fünften Phase sollen Stubenring, Parkring und Schubertring umgestaltet werden.
Bei den Abschnitten zwei bis vier sollen die Arbeiten auf der Innenseite des Rings stattfinden. Der fünfte Abschnitt ist der einzige, bei dem die Umgestaltung auf der Außenseite vorgesehen ist. Der Bereich von der Urania bis zurück zum Schottenring wird vorerst nicht umgestaltet.
Kostenrahmen und laufende Ausschreibung
Für den ersten Bauabschnitt läuft derzeit eine Ausschreibung. Konkrete Kostenangaben für diesen Abschnitt liegen noch nicht vor. Im Zusammenhang mit dem Projekt wird von Kosten im mittleren einstelligen Millionenbereich gesprochen; genaue Gesamtkosten werden nicht genannt.
Zuständigkeiten und Hintergrund
Die Pläne zur Umgestaltung der Ringstraße wurden von der Wiener Planungsstadträtin Ulli Sima präsentiert, die der SPÖ angehört. An der Planung war auch Harald R. Stühlinger beteiligt, Leiter des Forschungsbereichs Kunstgeschichte der TU Wien.
Seit Mitte der 1980er-Jahre besteht auf der Ringstraße ein Radweg mit Umfahrungen und Engstellen. Die Stadt Wien gibt an, diesen Zustand beenden und den Fuß- und Radverkehr entlang der Ringstraße neu ordnen zu wollen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








