Betretungsverbot und Anzeige gegen FPÖ-Nationalrat Harald Thau
Gegen den FPÖ-Nationalrat und Mödlinger Stadtrat Harald Thau ist in Wien ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen worden. Zuvor war in den frühen Morgenstunden Anzeige wegen häuslicher Gewalt erstattet worden.
Die Polizei ermittelt in dem Fall wegen des Verdachts der gegenseitigen Körperverletzung. Bei der FPÖ wird der Zwischenfall bestätigt.
Auseinandersetzung in Wien-Margareten
Der Vorfall ereignete sich in Wien-Margareten gegen 4 Uhr Früh vor der Wohnung des Paares im 5. Bezirk. Thau war am Donnerstagabend mit seiner Partnerin ausgegangen. Auf dem Weg zur Wohnadresse kam es in einem Taxi laut Anzeige zu einem Streit darüber, wer mit wem am Handy chattete.
Beim Aussteigen aus dem Taxi kam es zu Handgreiflichkeiten im Streit um das Mobiltelefon. Der FPÖ-Abgeordnete soll mit seiner Freundin gerangelt haben, das Mobiltelefon sei im Zuge der Auseinandersetzung gewaltsam entrissen worden.
Eine Funkstreife der Wiener Polizei wurde auf eine Rangelei am Straßenrand aufmerksam und fuhr zu der Örtlichkeit. Die Beamtinnen und Beamten schlichteten den Streit zwischen Thau und seiner Freundin.
Im Zuge der Auseinandersetzung soll Thaus Freundin eine Verletzung an der Hand erlitten haben, Thau selbst soll am Ohr verletzt worden sein. Gegen den FPÖ-Politiker wurde daraufhin ein Betretungs- und Annäherungsverbot ausgesprochen.
Politische Funktionen und frühere Tätigkeit
Harald Thau ist FPÖ-Nationalrat, FPÖ-Stadtrat und Bezirksparteiobmann in Mödling. Ende des Vorjahres hatte er das Amt des Bezirksparteiobmannes von Volksanwalt Christoph Luisser übernommen. Luisser ist Volksanwalt und ehemaliger Landesrat in Niederösterreich.
In seinem früheren Beruf war Thau Berufsoffizier bei einer Betriebsfeuerwehr in Niederösterreich. Im Nationalrat stellte er parlamentarische Anfragen zu Feuerlöschern mit dem Inhaltsstoff PFAS im Innenministerium und in nachgeordneten Dienststellen wie Polizeiinspektionen.
Das Innenministerium teilte in seiner Antwort mit, dass eine Überprüfung der Feuerlöscher auf diesen Inhaltsstoff aufgrund eines unverhältnismäßig hohen Verwaltungsaufwandes nicht durchgeführt werden könne. Demnach stehen in 1.155 Standorten des Ressorts rund 11.000 Feuerlöscher zur Verfügung, die sich sowohl auf Dienststellen als auch in 7.262 mehrspurigen Dienstfahrzeugen und 45 Booten befinden.








