Stadt Salzburg bereitet sich auf halbjährige Neutorsperre vor
Ab Mitte September wird das Neutor in Salzburg wegen einer Baustelle im Festspielbezirk für rund ein halbes Jahr für den Verkehr gesperrt. Die Stadt setzt in dieser Zeit auf eine stärkere Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und zusätzliche Verkehrsmaßnahmen.
Bürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) ruft die Bevölkerung dazu auf, in der Zeit der Sperre möglichst auf das Auto zu verzichten und verstärkt auf Busse und andere öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.
Die Stadt Salzburg plant, Staus während der Neutorsperre mit einem attraktiven Taktfahrplan und einer Verkehrsdosierung durch Ampeln zu begegnen. Grundlage der Planungen sind Verkehrssimulationen. Den Berechnungen zufolge könnte der Verkehr in Salzburg um 30 Prozent zurückgehen, wenn mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.
Bereits jetzt ist der Durchgangsverkehr am Neutor aufgrund einer bestehenden Baustelle von 12.000 auf 9.000 Fahrzeuge pro Tag gesunken. Ziel der Stadt ist es, diese Reduktion des Durchgangsverkehrs langfristig zu stabilisieren, ohne dass sich der Verkehr in andere Stadtteile wie Riedenburg oder Lehen verlagert.
Für die Zeit der Sperre arbeitet die Stadt mit Verkehrsverbünden an neuen Angeboten. Vorgesehen ist unter anderem ein spezielles Umsteigerticket. Zusätzlich sind sogenannte Pförtnerampeln geplant, die den Zustrom von Fahrzeugen verringern und dem öffentlichen Verkehr sowie Einsatzfahrzeugen Vorrang einräumen sollen.
Auinger betonte, dass das Verkehrskonzept auf umfassenden Planungen beruht und so ausgestaltet sei, dass es flexibel auf unerwartete Entwicklungen reagieren könne. Nach seinen Angaben wird das Neutor nach der Sperre wieder für den motorisierten Verkehr geöffnet, wobei erst danach entschieden werden soll, in welchem Umfang dies geschieht.
Langfristige Änderungen im Öffentlichen Verkehr
Neben den Maßnahmen für die Bauphase plant die Stadt weitergehende Anpassungen im öffentlichen Verkehr. Das Liniennetz in Salzburg soll ab Mai 2027 vollständig umstrukturiert werden; vorgesehen ist dabei ein Takt von siebeneinhalb Minuten. Bereits für das Jahr 2025 wird im öffentlichen Nahverkehr eine Steigerung von zehn Prozent verzeichnet.
Zusätzlich ist ab Herbst ein neues Fahrradverleihsystem geplant, das das bestehende Mobilitätsangebot ergänzen soll. Für den Zeitraum der Neutorsperre setzt die Stadt insgesamt auf eine verstärkte Nutzung von Bus und Bahn sowie auf ergänzende Angebote.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








