Hervis trennt sich von Auslandsfilialen: Neuausrichtung und Fokus auf Österreich geplant
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Hervis verkauft Auslandsgeschäft an unbekannten Investor

Die Sportartikelkette Hervis hat ihr Auslandsgeschäft mit insgesamt 43 Filialen an einen nicht namentlich genannten Investor veräußert. Die neuen Eigentümer von Hervis, Sven Voth und Udo Schloemer, treiben damit die Neuausrichtung des Unternehmens voran.

Der Investor übernimmt mit sofortiger Wirkung die operative Führung der Hervis-Töchter im Ausland und will die nächsten Schritte im Zusammenhang mit diesen Gesellschaften evaluieren.

43 Filialen in Slowenien, Kroatien und Deutschland betroffen

Von den 43 Auslandsstandorten von Hervis befinden sich 21 Filialen in Slowenien, 18 in Kroatien und vier in Deutschland. Zur genauen Identität des Investors sowie zu den finanziellen Details des Verkaufs werden keine Angaben gemacht.

Fokus auf Kerngeschäft in Österreich

Mit der Abgabe des Auslandsgeschäfts soll sich Hervis vollständig auf das Kerngeschäft in Österreich konzentrieren. Diese Ausrichtung wurde von Hervis-Geschäftsführer Markus Hupach bestätigt. Die Evaluierung des Geschäfts in Österreich läuft derzeit noch, Weichenstellungen und Entscheidungen werden in den kommenden Monaten erwartet.

Eigentümerwechsel nach mehr als 50 Jahren bei Spar

Der Handelskonzern Spar mit Sitz in Salzburg-Taxham hatte sich nach mehr als 50 Jahren von seiner Sporthandelstochter Hervis getrennt. Der Verkauf wurde im Jänner 2026 bekanntgegeben. Neuer Eigentümer ist die Quantum Investment Holding GmbH mit Sitz in Wien, an der Sven Voth, Gründer der Handelskette Snipes, und Udo Schloemer, Gründer des Bürocampus Factory Berlin, laut Firmenbuch jeweils 50 Prozent halten.

Verluste und rückläufiger Umsatz

Hervis hat in den Jahren 2023 und 2024 Verluste von über 100 Millionen Euro angehäuft. Im Jahr 2023 belief sich der Abgang inklusive Abschreibungen auf 64 Millionen Euro. Der Umsatz war zuletzt rückläufig und sank von 261 Millionen Euro auf 253 Millionen Euro. Der Sporthandel ist in Österreich insgesamt stark umkämpft.