Hochwasserschutz digital: Drohnen im Gegendtal auf spezieller Mission
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Drohnen unterstützen Hochwasserschutz im Gegendtal

Im Gegendtal werden für den Hochwasserschutz verstärkt Drohnen eingesetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei Untersuchungen von Wildbächen in den Bergen, nachdem es in der Region vor vier Jahren zu verheerenden Überschwemmungen gekommen war.

Die Folgen dieser Überschwemmungen beschäftigen die Gemeinden weiterhin. Ziel der aktuellen Maßnahmen ist es, Gefahrenstellen frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen.

Als problematisch werden vor allem Verklausungen in den Wildbächen beschrieben. In der Gemeinde Afritz werden dafür Drohnenpiloten eingesetzt. Drohnenpilot Bernhard Höfferer steuert seine Drohne in etwa 30 Metern Höhe über die Wildbäche und sucht dabei insbesondere nach Bäumen im Wasser, die als größte Gefahr genannt werden.

Diese Bäume sollen noch vor Beginn der Gewittersaison entfernt werden. Höfferer gibt an, mit der Drohne eine Strecke von rund 35 Kilometern abgeflogen zu sein und dabei mehrere Verklausungen entdeckt zu haben. Einige davon wirken seinen Angaben zufolge so, als würden sie bereits länger als ein Jahr bestehen.

Die entdeckten Gefahrenstellen werden mit Koordinaten in eine eigene Karte eingetragen, auf die die Gemeinde zugreifen kann. Bürgermeister Maximilian Linder verschafft sich vor Ort einen Überblick über mögliche Verklausungsstellen und prüft, welche Grundstückseigentümer zur Beseitigung von Bäumen aufgefordert werden müssen. Er erklärt, die Gemeinde müsse den Grundeigentümern Verklausungen melden und deren Beseitigung per Bescheid vorschreiben.

Linder verweist darauf, dass bereits im Mai mit Gewittern zu rechnen sei und die behördlichen Schritte daher davor abgewickelt werden müssten. Mit Hilfe der Drohne könne die gesamte Strecke abgeflogen und in kurzer Zeit alle relevanten Punkte verortet werden.

Der Einsatz der Drohnen bedeutet nach den vorliegenden Angaben einen deutlichen Zeitgewinn für die Gemeinde. Früher dauerten Begehungen entlang der Wildbäche oft viele Wochen, nun sind entsprechende Erhebungen innerhalb weniger Tage möglich. Die bei den Flügen gewonnenen Daten dienen zudem als Grundlage für Maßnahmen der Wildbach- und Lawinenverbauung.

Stefan Piechl von der Wildbach- und Lawinenverbauung Kärnten erklärt, aus den Daten werde abgeleitet, wo vor Ort eine Detailbegutachtung notwendig ist und wo gemeinsam mit den Gemeinden Instandhaltungsmaßnahmen eingeleitet werden müssen. Die Wildbach- und Lawinenverbauung Kärnten hat im Jahr vor der aktuellen Berichterstattung 25,5 Millionen Euro in Schutzmaßnahmen investiert, wovon 60 Prozent vom Bund finanziert werden.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.