Wärmepumpenhersteller iDM fordert stabile Förderpolitik und meldet Rekordumsätze
Der Osttiroler Wärmepumpenhersteller iDM mit Sitz in Matrei in Osttirol fordert eine stabilere Förderpolitik für Wärmepumpen in Österreich. Geschäftsführer Thomas Pletzer kritisiert die aktuelle Förderpraxis als instabil und spricht von einem „Zickzackkurs“.
Gleichzeitig verzeichnet das Unternehmen dank der Nachfrage in Deutschland und Italien Rekordumsätze, während der österreichische Markt laut Pletzer rückläufig ist.
Kritik an Förderpolitik und Marktentwicklung in Österreich
iDM-Geschäftsführer Thomas Pletzer leitet das Unternehmen gemeinsam mit Christoph Bacher, iDM gehört zur Pletzer-Gruppe. Pletzer fordert von der Politik mehr Planungssicherheit für die Wärmepumpenbranche in Österreich und weniger Bürokratie im Zusammenhang mit der Förderpolitik.
Im ersten Quartal sei in Österreich ein Markteinbruch für Wärmepumpen von 33 Prozent zu beobachten gewesen, im Vorjahr sei ein Rückgang von 22 Prozent verzeichnet worden, so Pletzer. Er ortet in Österreich Skepsis gegenüber der Wärmepumpe, während er in Deutschland eine positive Grundstimmung sieht.
Der von der ÖVP/SPÖ/NEOS-Regierung eingeführte Fördertopf für den Kesseltausch ist bis 2030 jährlich mit 360 Millionen Euro dotiert. Pletzer kritisiert, dass dieser Topf bereits im ersten Halbjahr ausgeschöpft sein könne und bis Jahresende dann keine Nachfrage mehr bestehe. Aus seiner Sicht geht es weniger um die Höhe der Förderungen als um Planungssicherheit für das ganze Jahr – sowohl für die Industrie als auch für Endkunden. Frühere Förderungen für den Kesseltausch der türkis-grünen Bundesregierung bezeichnet er als eindeutig zu hoch.
Umsatzentwicklung und Märkte
Seit Beginn der Corona-Pandemie verzeichnet iDM steigende Umsatzzahlen. Im Jahr 2023 erzielte das Unternehmen laut Pletzer rund 200 Millionen Euro Umsatz, er spricht von einem „Boom-Jahr“. Im Jahr 2024 sei der Umsatz um 20 Prozent zurückgegangen; in diesem Zusammenhang kam es bei iDM zu freiwilliger Arbeitszeitverkürzung und Stellenabbau.
Die positive Umsatzentwicklung des Unternehmens ist nicht auf den österreichischen Markt zurückzuführen. Pletzer nennt die gute Marktentwicklung in Deutschland und Italien als verantwortlich für das Umsatzplus. In Deutschland seien im Vorjahr erstmals mehr Wärmepumpen verkauft worden als andere Wärmeerzeuger. Für das Jahr vor dem Publikationszeitpunkt kündigt Pletzer an, dass iDM die 200 Millionen Euro Umsatz und damit das Rekordjahr 2023 übertreffen werde. Für 2026 erwartet er ein starkes Wachstum über den Zahlen von 2023.
Im Artikel wird zudem dargestellt, dass nach Ausbruch des Nahost-Konfliktes in Kombination mit höheren Energiepreisen die Nachfrage nach Wärmepumpen stark gestiegen ist.
Beschäftigung, Standorte und Arbeitskräfte
iDM beschäftigt aktuell 780 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Mitarbeiterstand soll in den nächsten Monaten um weitere 40 bis 50 Personen erhöht werden. Neben dem Hauptstandort in Matrei in Osttirol betreibt iDM einen weiteren Standort in Spittal an der Drau in Kärnten.
Pletzer fordert den Abbau bürokratischer Hürden bei der Rot-Weiß-Rot-Card, um neue Beschäftigte – auch aus Drittstaaten – anwerben zu können. Er vermisst klare Zuständigkeiten und sieht einen Wettbewerbsnachteil Österreichs gegenüber Deutschland bei der Anstellung von Arbeitskräften aus dem Ausland. In Deutschland sei es seiner Darstellung nach wesentlich einfacher, Arbeitskräfte aus dem Ausland anzustellen.
Darüber hinaus wird berichtet, dass viele Menschen nach einem Studium außerhalb Osttirols wieder nach Osttirol zurückkehren, um dort zu arbeiten.








