IKEA in Dornbirn: Schwedische Möbelkette kauft ehemaliges Kika-Gebäude für 27,6 Millionen Euro und plant Small Store-Konzept
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IKEA erwirbt ehemaliges Kika-Gebäude in Dornbirn und plant neuen Standort

IKEA hat das ehemalige Kika-Gebäude in Dornbirn gekauft und plant dort einen neuen Standort. Für Grundstück und Gebäude wurden insgesamt 27,6 Millionen Euro bezahlt.

Der schwedische Möbelhändler will in Dornbirn rund 65 Millionen Euro investieren und ein im Vergleich zu bekannten Häusern kleineres Möbelhaus als „Small Store“ umsetzen.

Kaufpreis, Steuern und Gebühren

Von den 27,6 Millionen Euro Kaufpreis entfallen 4,6 Millionen Euro auf Umsatzsteuer. Zusätzlich wurden 966.000 Euro Grunderwerbssteuer und 303.600 Euro für die Grundbuch-Eintragungsgebühr bezahlt. Aus dem Kauf fließen insgesamt 5,87 Millionen Euro an Steuern und Gebühren an den österreichischen Staat.

Der Brutto-Quadratmeterpreis für Grundstück inklusive Immobilie beträgt rund 1.900 Euro. Im Grundbuch sind Details zum Grundstückskauf einschließlich des Kaufpreises ersichtlich, IKEA ist dort in Vorarlberg als Eigentümer eingetragen.

Umbau des Bestandsgebäudes

Die Struktur des mehr als 30 Jahre alten Kika-Gebäudes in Dornbirn soll bestehen bleiben, es muss jedoch renoviert werden. IKEA wird sich unweit des Messeareals auf knapp 15.000 Quadratmetern niederlassen.

Das geplante Möbelhaus soll auf fünf Stockwerken errichtet werden und insgesamt 16.000 Quadratmeter umfassen. Drei Ebenen sind für den Verkauf vorgesehen, zwei Stockwerke für Logistik und Administration.

Baubeginn, Zeitplan und Genehmigungen

Die Einreichung der Bau- und Gewerbegenehmigungen für den neuen Standort ist im Gange. Der Baubeginn ist für September oder Oktober anvisiert, im Herbst 2026 sollen die Bauarbeiten starten. Im Herbst 2027 soll das Möbelhaus im ehemaligen Kika-Gebäude eröffnen.

Auf Nachfrage wurde erklärt, dass das Projekt derzeit nach Plan verläuft.

Arbeitsplätze und regionale Effekte

Am neuen IKEA-Standort in Dornbirn sollen insgesamt 170 Arbeitsplätze entstehen. Die Suche nach Mitarbeitenden soll im Frühjahr 2027 starten.

Der neue Standort soll nach Einschätzung des Gutachters Roland Murauer vom Handelsforschungsunternehmen Cima mehr Kaufkraft anziehen. Er verweist auf Geldflüsse, die bisher in den IKEA-Standort in St. Gallen gegangen sind, und rechnet mit rund 12,5 Millionen Euro. Man könne davon ausgehen, dass ein großer Teil dieses Betrags künftig in Vorarlberg bleibt.