Gleitsichtbrillen: Mehr Käufe und praktische Tipps für den Alltag
In Vorarlberg greifen immer mehr Menschen zu Gleitsichtbrillen. Im Vorjahr wurden rund 25.000 Gleitsichtbrillen gekauft, das waren etwa drei Prozent mehr als im Jahr davor.
Anlässlich des „Tags der Brille“ am 23. April werden Hinweise gegeben, wie der Umstieg auf eine Gleitsichtbrille im Alltag erleichtert werden kann. Optiker Simon Bitsche weist dabei auf typische Anfangsbeschwerden und den Umgang damit hin.
Aufbau und Eingewöhnung
Eine Gleitsichtbrille korrigiert mehrere Sehstärken zugleich: Im oberen Bereich ist sie für die Ferne ausgelegt, mittig für mittlere Distanzen und im unteren Bereich für die Nähe. Der Übergang zwischen diesen Sehzonen verläuft fließend.
Laut Bitsche sind leichter Schwindel, Kopfschmerzen oder unscharfe Sicht zu Beginn normal. Er empfiehlt, eine neue Gleitsichtbrille anfangs möglichst oft und bei verschiedenen Tätigkeiten zu tragen, damit sich Augen und Gehirn daran gewöhnen können. Treten Kopfschmerzen oder Schwindelgefühle auf, rät er, die Brille abzusetzen und erst nach Abklingen der Beschwerden wieder aufzusetzen.
Nach Angaben von Bitsche sollte die Eingewöhnung an eine neue Gleitsichtbrille nach zwei bis drei Wochen erfolgt sein. Bleibt die Gewöhnung aus, wird ein Besuch bei Optikerin oder Optiker empfohlen.
Treppensteigen, Lesen und Verkehr
Beim Treppensteigen mit neuer Gleitsichtbrille ist laut den Empfehlungen besondere Vorsicht nötig. Brillenträgerinnen und Brillenträger blicken dabei meist durch den unteren Bereich der Brille, der auf den Leseabstand eingestellt ist. Stufen können dadurch unscharf wirken. Um Stufen klar zu erkennen, wird geraten, den Kopf so weit nach unten zu neigen, dass der Blick durch den mittleren Bereich der Brille fällt.
Beim Lesen sollte der Kopf nicht zu stark nach unten geneigt werden, da sonst alles verschwimmen kann. Für optimales Lesen wird empfohlen, den Kopf nur leicht zu senken und die Augen nach unten zu bewegen, sodass der untere Lesebereich genutzt wird.
Auch beim Auto- und Radfahren kann eine Gleitsichtbrille anfangs ungewohnt sein. Für die Fernsicht soll laut Bitsche durch den oberen Bereich der Brille geschaut werden. Da die Randbereiche von Gleitsichtbrillen unscharf sind, wird geraten, den Kopf horizontal leicht mit zu bewegen, um andere Verkehrsteilnehmer im Blick zu behalten. Bei hochwertigen Gleitsichtgläsern sollten die Unschärfen im Randbereich geringer ausfallen.
Richtiger Sitz der Brille
Als entscheidend wird der richtige Sitz der Gleitsichtbrille hervorgehoben. Verrutscht sie im Alltag, kann dies schnell zu unscharfem Sehen führen. In diesem Fall wird empfohlen, die Brille anpassen zu lassen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








