ÖBB präsentieren neue Cityjet-Doppelstockzüge für die Ostregion
Die ÖBB haben am Mittwoch neue Cityjet-Doppelstockzüge vorgestellt. Ein Zug absolvierte dabei seine Premierenfahrt von Wien Hauptbahnhof nach Wiener Neustadt.
Die neuen Garnituren sollen schrittweise in der Ostregion in Betrieb gehen. Bis Ende 2026 sind dort insgesamt 45 neue Doppelstockzüge vorgesehen.
Schwerpunkt auf Ostregion und Nord-Süd-Achse
Ab Ende Juni werden die neuen Doppelstockzüge zunächst auf der Strecke von Wien nach Payerbach/Reichenau im Bezirk Neunkirchen eingesetzt. Langfristig ist die Nord-Süd-Achse in der Ostregion als Haupteinsatzgebiet vorgesehen.
Geplante REX-Verbindungen mit den neuen Zügen führen von Znojmo/Retz über die Nordwestbahn sowie von Břeclav/Bernhardsthal und Wien weiter nach Wiener Neustadt und Payerbach-Reichenau. Insgesamt beschaffen die ÖBB 109 neue Garnituren, die ab Juni in Betrieb genommen werden.
Investitionsprogramm und Kapazitäten
Für die 109 neuen Garnituren investieren die ÖBB rund 1,5 Milliarden Euro. Die Neuanschaffung ist Teil eines Investitionsprogramms, das bis 2030 Mittel von 6,1 Milliarden Euro für rund 330 neue Züge vorsieht.
Die neuen Doppelstockzüge sollen bis zu 25 Prozent mehr Sitzplätze als ihre Vorgänger bieten. Eine sechsteilige Garnitur fasst rund 591 Personen, eine vierteilige Garnitur rund 371 Personen.
Ausstattung und Barrierefreiheit
Die Züge werden von der Schweizer Firma Stadler geliefert und sind mit bis zu 160 km/h unterwegs. Die Niederflurbauweise ermöglicht barrierefreie Ein- und Ausstiegsbereiche.
In jedem Wagen gibt es Mehrzweckbereiche für die Mitnahme von Kinderwägen. Pro sechsteiliger Garnitur können in diesen Bereichen bis zu 60 Fahrräder transportiert werden. Außerdem verfügen die Züge über zwei Rollstuhlplätze mit höhenverstellbaren Seitenwandtischen sowie ein barrierefreies WC mit Wickeltisch.
Präsentation in Wien und Bedeutung für die Region
Bei der Präsentation des neuen Cityjet Doppelstock Neu waren unter anderem ÖBB-CEO Andreas Matthä, Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ), der Wiener Gemeinderatsabgeordnete Omar Al-Rawi (SPÖ), Niederösterreichs Landeshauptfrau-Stellvertreter und Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FPÖ), Stadler-Verwaltungsratspräsident Peter Christoph Spuhler sowie der niederösterreichische Landtagsabgeordnete Florian Krumböck (ÖVP) anwesend, der Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner vertrat.
Matthä verwies auf eine hohe Auslastung im Osten Österreichs, wo rund zwei Drittel der gesamten Nahverkehrsleistung der ÖBB anfallen. Hanke bezeichnete die Schiene als „elementaren Hebel“ am Weg zur Mobilitätswende. Spuhler hob den Beitrag der neuen Züge zum nachhaltigen Verkehr hervor, Landbauer betonte die zusätzlichen Kapazitäten. Laut Einschätzung aus der Präsentation sollen die neuen Garnituren mit mehr Kapazitäten weniger Gedränge und weniger Stress bringen und die Lebensqualität auf dem Weg zur Arbeit erhöhen. Krumböck unterstrich die Bedeutung der Bahn für Niederösterreich.








