Innsbruck wird Modellregion für fahrerlose Busse
In Innsbruck soll in den kommenden Jahren der Einsatz fahrerloser Busse erprobt werden. Die Tiroler Landeshauptstadt ist eine von vier österreichischen Modellregionen, in denen ein erweiterter Testbetrieb vorbereitet wird.
Die Modellregion in Innsbruck befindet sich in der Rossau. Dort sollen die fahrerlosen Busse nach Angaben der Innsbrucker Verkehrsbetriebe getestet werden.
In den geplanten Fahrzeugen in Innsbruck sind rund 15 Sitzplätze vorgesehen. Das Projekt für die Modellregion befindet sich laut Innsbrucker Verkehrsbetrieben derzeit noch in der Ausarbeitung.
Projekt ROBERTA und Zeitplan
Der erweiterte Testbetrieb für die fahrerlosen Busse läuft unter dem Namen ROBERTA. Die Bezeichnung steht für „Real wOrld automated Bus opERaTion Austria“.
Ab Ende 2027 sollen bis 2030 voll automatisierte Busse im echten Linienbetrieb unter Aufsicht erprobt werden. Der Testbetrieb mit diesen Fahrzeugen ist bis 2030 geplant.
Getestet wird in insgesamt vier Modellregionen in den Bundesländern Steiermark, Kärnten, Tirol und Oberösterreich.
Rechtliche Anpassungen und Finanzierung
Mobilitätsminister Peter Hanke, der der SPÖ angehört, will fahrerlose Busse unter Aufsicht im öffentlichen Straßenverkehr testen. Für die Umsetzung sollen nach seinen Angaben einige Gesetze geändert werden.
Konkret ist eine Novellierung der Automatisiertes-Fahren-Verordnung vorgesehen. Außerdem ist eine Novelle des Kraftfahrgesetzes (KFG) geplant.
Das Projekt ROBERTA wird mit 3,5 Millionen Euro vom Bund gefördert. Insgesamt sollen laut Peter Hanke über acht Millionen Euro für das Projekt aufgewendet werden. Seit 2014 wurden Forschung und Entwicklung im Bereich automatisierte Mobilität mit rund 63,5 Millionen Euro vom Bund unterstützt.








