Insolvenzverfahren gegen Laura Privatstiftung: Erste Prüfungstagsatzung in Innsbruck
Am Landesgericht Innsbruck ist am Montag im Insolvenzverfahren gegen die Laura Privatstiftung die erste Prüfungstagsatzung abgehalten worden. Die Verhandlung fand nicht öffentlich statt und dauerte rund zwei Stunden.
Gegen die Laura Privatstiftung läuft ein Insolvenzverfahren, in dessen Rahmen Forderungen von Gläubigern geprüft werden. Im Vorfeld waren rund 1,7 Milliarden Euro an Forderungen bekanntgeworden.
Der Masseverwalter hat vorerst Forderungen in Höhe von 32,7 Millionen Euro als berechtigt anerkannt. Diese anerkannten Forderungen betreffen sechs Gläubiger, darunter Banken und andere Darlehensgeber.
Den überwiegenden Teil der angemeldeten Forderungen gegen die Laura Privatstiftung machen Forderungen arabischer Fonds aus. Dem Signa-Gläubiger Mubadala aus Abu Dhabi wurden in einem Schiedsverfahren von einem Schweizer Schiedsgericht etwas mehr als 700 Millionen Euro zugesprochen.
Im Zusammenhang mit diesem Schiedsentscheid wurde ein Gutachten in Auftrag gegeben. Dieses soll prüfen, ob hinsichtlich des Schiedsentscheids in Österreich eine Vollstreckbarkeit vorliegt. Der Masseverwalter Stefan Geiler rechnet mit einem Ergebnis des Gutachtens in ein bis zwei Monaten.
Hintergrund zur Laura Privatstiftung
Die Laura Privatstiftung wurde im Dezember 2006 von den Stiftern Rene Benko und seiner Mutter Ingeborg Benko gegründet und Anfang 2007 im Firmenbuch registriert. Über die Jahre gab es zahlreiche Änderungen der Stiftungsurkunde.
Im Zuge einer Änderung der Stiftungsurkunde schied Rene Benko aus der Gruppe der Begünstigten der Laura Privatstiftung aus. Er ist insolvent und befindet sich in Untersuchungshaft.








