Festnahmen nach mutmaßlichem Campingmobil-Betrug in mehreren Ländern
Nach dem Diebstahl eines gemieteten Campingmobils in Villach sind zwei tatverdächtige Männer festgenommen worden. Die Ermittlungen der Polizei erstreckten sich über mehrere Länder und ergaben einen Gesamtschaden von über 100.000 Euro.
Die beiden Männer im Alter von 54 und 35 Jahren, beide aus Bulgarien, werden im Zusammenhang mit den Fällen wegen schweren Betrugs verfolgt und befinden sich derzeit in Auslieferungshaft.
Der 54 Jahre alte Mann hatte im Herbst des Vorjahres bei einer Firma in Villach ein Campingmobil gemietet. Kurz nach der Anmietung gab er an, das Fahrzeug sei ihm in Italien in der Nähe von Udine gestohlen worden. Am 22. Oktober des Vorjahres zeigte ein Angestellter der Villacher Firma den Diebstahl des verliehenen Campingmobils bei der Polizei an. Der Mieter erstattete in Italien keine Anzeige vor Ort.
Ende Jänner fiel der Polizei ein gleich gelagerter Fall in Wiener Neudorf auf. Dort meldete ein Mieter telefonisch einen angeblichen Diebstahl eines Campingmobils im Ausland und übermittelte den Fahrzeugschlüssel postalisch. Die Ermittlungen ergaben, dass ein Campingmobil unmittelbar nach der Anmietung nach Sofia in Bulgarien gebracht und dort verwendet wurde.
Die Villacher Polizei ermittelte gemeinsam mit internationalen Behörden. Dabei konnte festgestellt werden, dass der 54-jährige Mann und ein Komplize das Campingmobil nach Bulgarien gebracht hatten. Die Polizei geht davon aus, dass die beiden ermittelten Männer für beide beschriebenen Taten verantwortlich sind.
Über Anordnung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt wurden wegen schweren Betrugs Festnahmeanordnungen und europäische Haftbefehle erlassen. Der 54-jährige Mann wurde am 24. März in Sofia festgenommen, der 35-jährige Mann am 26. März in Friaul. Der Gesamtschaden in den Fällen beträgt über 100.000 Euro.








