Jazzfestival Saalfelden 2026 mit mehr als 60 Konzerten geplant
Das Jazzfestival Saalfelden findet 2026 von 20. bis 23. August in seiner 46. Ausgabe statt. Geplant sind mehr als 60 Konzerte und Wanderungen mit improvisierter Musik an insgesamt 13 Veranstaltungsorten.
Am Festival sind nach Angaben der Verantwortlichen mehr als 170 Künstlerinnen und Künstler aus 26 Nationen und von vier Kontinenten beteiligt. Intendant Mario Steidl kündigt für die Ausgabe 2026 „wieder sehr viel Neues“ an.
Vielfältige Spielorte und musikalische Parade
Zu den Veranstaltungsorten zählen Almen, Wälder, Museen rund um Saalfelden sowie die Einsiedelei am Palfen. Ein Teil des Programms findet als Outdoor-Konzerte statt. Steidl bezeichnet die Nutzung der verschiedenen Räume beim Festival als „künstlerische Raumsuche“.
Die Bürgermusik Saalfelden und die Eisenbahner Stadtkapelle treten 2026 gemeinsam auf und bilden eine rund 70-köpfige musikalische Parade durch Saalfelden. Bei dieser Parade wird österreichische Jazzmusik der Formation Shake Stew gespielt.
Auftragswerk zum Festivalauftakt
Das Auftaktkonzert auf der Hauptbühne ist traditionell ein Auftragswerk. Für 2026 wurde dieses an die Saxofonistin Yvonne Moriel vergeben. Sie hat für ihr Projekt „Strange Motion“ eine neue Band zusammengestellt.
Budget, Förderung und wirtschaftliche Effekte
Das Budget des Jazzfestivals Saalfelden beträgt 2026 870.000 Euro. Davon sollen rund 200.000 Euro über den Ticketverkauf eingenommen werden, der verbleibende Teil wird über Sponsoren und Förderer aufgebracht. Veranstalter ist Marco Pointner. Er gibt an, dass die Förderung durch das Land Salzburg nicht gekürzt wurde, die Zusage der Bundesförderung für 2026 aber noch aussteht. Vom Bund wird derselbe Förderbetrag wie im Vorjahr erhofft.
Die Veranstalter beziffern die Wertschöpfung des Festivals mit 5,3 Millionen Euro für ganz Österreich, davon 4,2 Millionen Euro für das Bundesland Salzburg. Rechnerisch schafft das Festival laut ihren Angaben 75 Vollzeitarbeitsplätze. Rund zwei Millionen Euro fließen demnach über Steuern und Sozialversicherungsabgaben wieder zurück.
Publikum, Struktur und Fair Pay
Produktionsleiterin ist Daniela Neumayer. Nach ihren Angaben ist das Ziel, das Publikum zu verjüngen, inzwischen erreicht. Zudem konnte der Anteil der heimischen Bevölkerung unter den Besucherinnen und Besuchern erhöht werden.
Im Vorjahr besuchten rund 17.000 Menschen das Festival, bei den Konzerten wurden in Summe rund 30.000 Besucher gezählt. Der größte Teil des Publikums kommt aus Österreich und Deutschland, weitere Gäste reisen aus anderen Ländern an. Die Herkunft eines Teils des internationalen Publikums hängt laut Veranstaltern oft von der Herkunft der beteiligten Künstlerinnen und Künstler ab.
Die Künstlerinnen und Künstler werden nach Angaben der Veranstalter nach dem heimischen Fair-Pay-Prinzip bezahlt. Das Festival versteht sich in seiner 46. Ausgabe als Veranstaltung für „Kollektivismus und Miteinander“.
Mario Steidl berichtet, das Jazzfestival werde in der Bevölkerung nicht mehr als Fremdkörper empfunden und sei zu einer Tradition geworden, zu der die Menschen ihre Räume öffnen.








