Jesuiten in Innsbruck erhoffen Rückgabe einer im Nationalsozialismus entwendeten barocken Druckschrift
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Barocke Druckschrift soll an Jesuiten in Innsbruck zurückkehren

Eine während der Zeit des Nationalsozialismus verschwundene barocke Druckschrift soll an das Jesuitenkolleg Collegium Canisianum in Innsbruck zurückgegeben werden. Der Rückgabebeirat hat in seiner jüngsten Sitzung eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen.

Adressat dieser Empfehlung ist das Wissenschaftsministerium, in dessen Zuständigkeitsbereich die Universitätsbibliothek Wien fällt. Aus dieser Bibliothek soll das Werk wieder nach Innsbruck kommen.

Die Druckschrift stammt aus dem Jahr 1689 und enthält Texte des jesuitischen Indien-Missionars Franz Xaver. Ein Stempel weist das Werk als ursprünglich aus dem Bestand des Collegiums Canisianums in Innsbruck aus.

Das Jesuitenkolleg Collegium Canisianum war nach dem Anschluss Österreichs an Nazi-Deutschland aufgelöst worden. Das betreffende Werk aus seiner Bibliothek gelangte schließlich an die Universitätsbibliothek Wien.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurden Buchbestände der Zentralbibliothek der Hohen Schule der NSDAP nach Kärnten gebracht. Ein Teil dieser Bestände kam später in die Universitätsbibliothek Wien.

Für die barocke Druckschrift wurde nun die Rückgabe an das Collegium Canisianum empfohlen, sodass sie nach ihrer Zeit in der Universitätsbibliothek Wien wieder nach Innsbruck zurückkehren soll.