Studie: Jugendliche in Österreich greifen verstärkt zu KI-Tools
Jugendliche in Österreich nutzen zunehmend Künstliche Intelligenz für die Informationssuche. Eine Studie der Österreichischen Jugendinfos zeigt, dass KI-gestützte Anwendungen vor allem bei Jüngeren klassische Suchmaschinen teilweise überholen.
Demnach läuft Künstliche Intelligenz insbesondere bei Jugendlichen der herkömmlichen Google-Suche den Rang ab. Bei Unter-14-Jährigen haben KI-Anwendungen klassische Suchmaschinen bereits überholt.
Informationssuche: KI auf dem Vormarsch
Laut der Studie greifen immer mehr Jugendliche auf KI-gestützte Anwendungen zurück, um Informationen zu finden. Fast neun von zehn befragten Jugendlichen in Österreich nutzen entsprechende Tools zumindest gelegentlich zur Informationssuche.
Die Studienautoren nennen Effizienz als wesentlichen Grund: KI-Anwendungen liefern demnach oft direkt verwertbare Antworten. Nutzerinnen und Nutzer müssen Informationen nicht mehr aus mehreren Quellen zusammensuchen und erhalten kompakte Ergebnisse auf einen Blick.
Google bleibt laut den Angaben weiterhin der häufigste Einstiegspunkt für die Internetsuche. Gleichzeitig bietet das Unternehmen eine KI-Zusammenfassung von Suchergebnissen an, die von Nutzerinnen und Nutzern stark genutzt wird.
Deutliche Unterschiede zwischen Altersgruppen
Die Studie zeigt deutliche Unterschiede im Nutzungsverhalten je nach Alter. Jüngere Jugendliche bis etwa 14 Jahre setzen besonders häufig direkt auf KI-Anwendungen. Ältere Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren kombinieren klassische Suchmaschinen mit KI-Tools.
Ab etwa 20 Jahren dominiert weiterhin die herkömmliche Internetsuche. KI-gestützte Angebote werden in dieser Altersgruppe weniger stark als primäres Recherchewerkzeug genutzt.
Vorarlberger Schüler nutzen KI für Schule und Alltag
Der Blick nach Vorarlberg verdeutlicht die intensive Nutzung im Schulalltag: In einer Umfrage unter Schülerinnen und Schülern gaben alle Befragten an, Künstliche Intelligenz für Schularbeiten einzusetzen. Ebenso erklärten alle, KI auch im Alltag zu verwenden.
Genannt wurden dabei unter anderem ChatGPT, Microsoft Copilot und NotebookLM. Die Jugendlichen fragen Künstliche Intelligenz im Alltag etwa nach Rezepten oder nutzen sie, um Krankheitssymptome einzuordnen. Eine Schülerin ließ sich zudem von KI über Ausbildungsmöglichkeiten informieren.
Trotz der breiten Nutzung berichten die befragten Schülerinnen und Schüler in Vorarlberg, den Ergebnissen nicht blind zu vertrauen. Ein Großteil von ihnen gibt an, die von KI gelieferten Antworten nachzukontrollieren.








