Stadt Klagenfurt plant eigenen Bauträger für neuen Wohnbau
Die Stadt Klagenfurt bereitet vor, künftig selbst als Bauträger aufzutreten und damit Wohnbauprojekte in Eigenregie umzusetzen. Die städtische Gesellschaft „Klagenfurt Wohnen“ soll dazu nicht mehr nur Wohnungen verwalten, sondern auch selbst neue Wohnungen errichten.
Grundlage der Pläne ist eine Analyse der Stadtplanung, wonach sich 42 im Besitz der Stadt befindliche Grundstücke für eine Bebauung eignen. In Klagenfurt werden derzeit für rund 50 Quadratmeter Wohnfläche teilweise etwa 900 Euro Miete verlangt.
Bis zu 1.300 neue Wohnungen auf städtischen Flächen
Wohnungsreferent Patrick Jonke (FSP) nennt das Ergebnis der Analyse, wonach auf den 42 Flächen in den kommenden Jahren bis zu 1.300 neue Wohnungen entstehen könnten. Er gibt an, dass dieser zusätzliche Wohnraum in Klagenfurt dringend benötigt werde.
Nach seinen Angaben gibt es in Klagenfurt derzeit 3.102 Gemeindewohnungen sowie 3.105 zusätzliche Vergaben über Genossenschaftswohnungen. Gleichzeitig spricht Jonke von über 1.000 Wohnungswerbern in der Stadt und bezeichnet die Menge an leistbarem Wohnraum als „viel zu wenig“. Er verweist zudem darauf, dass Vizebürgermeister Ronald Rabitsch (SPÖ) das Thema leistbarer Wohnraum ebenfalls angesprochen habe.
Großteil des Wohnraums in privater Hand
Aktuell befindet sich der Großteil des Wohnraums in Klagenfurt in privater Hand. Der Anteil öffentlicher und gemeinnütziger Wohnungen wird als vergleichsweise niedrig beschrieben.
Geschäftsführer von „Klagenfurt Wohnen“ ist Gerhard Scheucher. Er führt aus, dass die Stadt die Möglichkeit habe, auf 81.000 Quadratmetern im eigenen Bestand Wohnflächen zu realisieren. Als Rechenbeispiel nennt er Baukosten von 2.500 Euro pro Quadratmeter.
Investitionsvolumen und mögliche Mieteinnahmen
Bei einer vollständigen Nutzung der 81.000 Quadratmeter und Baukosten von 2.500 Euro pro Quadratmeter beziffert Scheucher das Investitionsvolumen mit 203 Millionen Euro, falls alles sofort umgesetzt würde. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass die Stadt mit den neu entstehenden Wohnungen Mieteinnahmen erzielen könnte.
Als Richtwert nennt Scheucher 5,40 Euro Miete pro Quadratmeter und berechnet potenzielle zusätzliche Mieteinnahmen von 5,2 Millionen Euro. Geplant ist dafür eine eigene Gesellschaftsform, die Kredite aufnehmen kann, um Bauprojekte zu finanzieren.
Noch offen ist, wann die ersten Wohnbauprojekte starten und wie schnell tatsächlich neuer Wohnraum in Klagenfurt geschaffen werden kann.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.








