Korneuburg goes global: Bundesheer eröffnet ultramoderne Katastrophenhilfe-Basis in Niederösterreich
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Bundesheer eröffnet neue Basis für internationale Katastrophenhilfe in Korneuburg

In Korneuburg ist am Dienstag eine neue Basis für die internationale Katastrophenhilfe des Bundesheeres eröffnet worden. Die Einrichtung dient als „Home Base“ für die Katastropheneinheit AFDRU (Austrian Forces Disaster Relief Unit).

Mit der neuen Basis wird die Vorbereitung von Einsätzen der AFDRU zentral gebündelt. Die Einheit soll weltweit bei Naturkatastrophen zum Einsatz kommen, etwa bei Erdbeben oder in Seuchenlagen.

Kern der Anlage ist nach Angaben des Bundesheeres ein Mobilmachungslager, in dem Ausrüstung und Personal für Einsätze zusammengestellt werden. Durch die neue Struktur sollen Einheiten künftig innerhalb von sechs Stunden startklar gemacht werden können. Bei internationalen Katastrophen gilt Zeit als entscheidender Faktor; bei Rettungseinsätzen nach Erdbeben sinken die Überlebenschancen von Verschütteten mit jeder Stunde deutlich.

Die Teams der AFDRU bestehen aus Soldatinnen und Soldaten aus dem Aktiv- und Milizstand sowie aus zivilen Fachkräften. Von Korneuburg aus werden die Katastrophenhilfeteams zusammengesetzt und für ihre Einsätze vorbereitet.

Die neue Einrichtung ist Teil des „Aufbauplans 2032+“ des Bundesheeres, mit dem die Fähigkeiten in mehreren Bereichen ausgebaut werden sollen. Dazu zählt auch die ABC-Abwehr, die bei Gefahren durch chemische, biologische oder radiologische Stoffe zum Einsatz kommt. Das zuständige ABC-Abwehrzentrum des Bundesheeres ist ebenfalls in Korneuburg angesiedelt.

Für den Bau der neuen Anlage wurden laut Bundesheer rund 13 Millionen Euro investiert. Das Gebäude umfasst Lagerflächen, Büros sowie Schulungs- und Ausbildungsräume und wurde innerhalb eines Jahres errichtet. Nach Angaben des Militärkommandos Niederösterreich sollen im Jahr 2026 Bauprojekte im Umfang von rund 100 Millionen Euro umgesetzt werden.

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