KPÖ Salzburg: Namenszusatz Plus weicht bei Vereinheitlichung des Parteiauftritts
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Salzburger KPÖ streicht Namenszusatz „Plus“

Die Salzburger KPÖ tritt künftig ohne den Namenszusatz „Plus“ auf und verwendet nach außen nur noch die Bezeichnung KPÖ. Damit soll der Auftritt der Kommunistischen Partei österreichweit vereinheitlicht werden.

Die Änderung betrifft sowohl Plakate als auch die Internetauftritte der Partei. Spätestens mit der nächsten Wahl soll die neue Bezeichnung auch auf den offiziellen Webseiten von Stadt und Land übernommen werden.

Einheitlicher Auftritt in ganz Österreich

Das „Plus“ ist aus dem Parteinamen der Salzburger KPÖ verschwunden. Künftig soll nicht nur auf Plakaten, sondern auch auf der Website nur noch die Bezeichnung KPÖ verwendet werden. Ziel ist es, als Kommunistische Partei KPÖ in ganz Österreich einheitlich aufzutreten.

Vizebürgermeister Kay-Michael Dankl erklärt, das Plus werde aus dem Parteinamen gestrichen, um diesen einheitlichen Auftritt der Kommunistischen Partei KPÖ sicherzustellen. Er verweist darauf, dass Marketingexperten kurze, einfache Botschaften empfehlen und sagt, drei Buchstaben seien einfacher als sieben.

Dankl betont, die Änderung des Namens ändere nichts am Inhalt. Die KPÖ stehe weiter zu ihren Grundsätzen der Arbeitsweise und zum Fokus auf Wohnen und Soziales wie in der Vergangenheit.

Entwicklung der KPÖ in Salzburg

Seit 1918 gibt es die Kommunistische Partei in Österreich. Sie war von 1945 bis 1959 im Nationalrat vertreten. In Salzburg ist die Bezeichnung „KPÖ Plus“ spätestens seit 2019 und dem Einzug von Kay-Michael Dankl in den Gemeinderat bekannt.

Vor sieben Jahren hat es die KPÖ mit dem Namenszusatz „Plus“ und Kay-Michael Dankl an der Spitze in den Salzburger Gemeinderat geschafft. Vor drei Jahren ist die KPÖ Plus in den Salzburger Landtag eingezogen. Laut Bildunterschriften ist die Partei in Österreich gewachsen und im Gemeinderat von Salzburg, Innsbruck, St. Pölten und Graz vertreten und will nun nach außen sichtbar als KPÖ unter einheitlichem Namen gemeinsam auftreten.

Dankl sagt, die KPÖ sei 2017 mit einem neuen, jungen Team angetreten und habe dies mit „KPÖ PLUS“ sichtbar machen wollen. Mittlerweile, so Dankl, habe sich herumgesprochen, dass es mehr sei als die KPÖ. Er führt zudem an, dass Journalisten das Plus im Parteinamen häufig in Kleinbuchstaben geschrieben oder ganz weggelassen hätten.

Einordnung durch Politikwissenschaft

Politikwissenschafter Armin Mühlböck von der Universität Salzburg sagt, der Name einer Partei sei von zentraler Bedeutung und mit einer wichtigen Botschaft verbunden. Auf Gemeindeebene sei durch die Bezeichnung KPÖ mit oder ohne Plus keine Verwirrung der Wähler zu befürchten.

Mühlböck zufolge spielt auf Gemeindeebene die Bekanntheit der Kandidaten eine größere Rolle als der Parteiname. Klubobfrau Natalie Hangöbl (KPÖ) ergänzt, dass die Namensänderung der KPÖ auf den offiziellen Webseiten von Stadt und Land spätestens mit der nächsten Wahl vollzogen werden soll.

Schrittweise Umstellung

Mit den Parteiplakaten zum 1. Mai 2026 wird das Plus im Parteinamen auf den Plakaten nicht mehr verwendet. Am Parteilokal „Volksheim“ an der Elisabethstraße bleibt laut Bildunterschrift die Beschriftung unverändert.