Mehr Anzeigen und höhere Aufklärungsquote in der Steiermark 2025
Die Polizei hat am Dienstag die kriminalpolizeiliche Anzeigenstatistik für das Jahr 2025 präsentiert. Demnach ist die Zahl der Anzeigen in der Steiermark in allen Kriminalitätsbereichen gestiegen.
Insgesamt wurden 2025 61.372 Anzeigen verzeichnet, nach 58.378 im Jahr davor. Das entspricht einem Anstieg von 5,1 Prozent. Parallel dazu ist auch die Aufklärungsquote gestiegen.
Mehr Internet- und Wirtschaftskriminalität
Deutlich zugelegt hat die Internetkriminalität: 2025 wurden 8.099 Delikte registriert, um 800 Fälle mehr als 2024. Das entspricht einem Plus von 11,3 Prozent. Der Bereich Cybercrime insgesamt verzeichnete einen Anstieg von 27,4 Prozent. Bei der Internet-Erpressung wurde hingegen ein Rückgang gemeldet.
Auch die Wirtschaftskriminalität nahm zu. Hier wurden 2025 insgesamt 12.429 Anzeigen gezählt, ein Anstieg von 8,9 Prozent. Besonders ins Gewicht fallen Betrugsdelikte. Laut Landespolizeidirektion Steiermark gab es 2025 um 78,4 Prozent mehr Anzeigen wegen Sozialleistungsbetrugs; 919 Fälle wurden angezeigt. Speziell die Task Force SOLBE habe zu diesem Anstieg beigetragen.
Anstieg bei Jugendkriminalität und Gewaltdelikten
Bei der Jugendkriminalität stieg die Zahl der Anzeigen von 5.889 auf 6.308. Betroffen ist vor allem die Altersgruppe der 14- bis 18-Jährigen, während bei den unter 14-Jährigen ein leichter Rückgang der Anzeigen verzeichnet wurde.
Die angezeigten Gewaltdelikte wurden 2025 mit 10.428 Fällen ausgewiesen. In der Steiermark wurden im selben Zeitraum sieben Morde registriert. Von den sieben Opfern waren vier weiblich und drei männlich. Die Opfer des School Shootings in Graz sind in dieser Mordstatistik nicht enthalten. Bei 62 Prozent der Gewaltdelikte besteht ein Bekanntschaftsverhältnis zwischen Täter und Opfer, zudem nahmen die angezeigten Gewaltdelikte in der Privatsphäre zu.
Aufklärungsquote nimmt zu
Die Aufklärungsquote aller angezeigten Delikte lag 2025 bei 58,7 Prozent und stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 Prozentpunkte. Insgesamt konnten 42.651 Tatverdächtige ausgeforscht werden.
Landespolizeidirektor Gerald Ortner wird mit einer positiven Bewertung der Strategie aus Präsenz und konsequenter Ermittlungsarbeit zitiert. Die hohe Aufklärungsquote führt er laut Darstellung auf die Professionalität und das Engagement der Polizistinnen und Polizisten zurück.








