Im Naturhistorischen Museum Wien wurden rund 1000 historische Vogelpräparate restauriert. Die Arbeiten an den Exponaten dauerten ein Jahr. Im Zuge der Restaurierung kamen unter anderem neue Augen für die Präparate zum Einsatz. KURIER TV war vor Ort und hat die Arbeiten begleitet.
Rund 1000 Präparate neu hergerichtet
Im Naturhistorischen Museum Wien ist eine umfangreiche Restaurierung abgeschlossen worden. Betroffen waren rund 1000 Vogelpräparate aus dem historischen Bestand des Hauses. Die Restaurierungsarbeiten zogen sich über ein Jahr hin.
Ein zentrales Element der Arbeiten war der Austausch der Augen der Präparate. Durch neue Augen sollen die historischen Exponate wieder ein möglichst lebensechtes Erscheinungsbild erhalten. Über die Vogelarten, die konkreten Arbeitsschritte sowie die daran beteiligten Fachkräfte liegen keine näheren Angaben vor.
KURIER TV besuchte das Naturhistorische Museum Wien im Zusammenhang mit der Restaurierung und hielt die Arbeiten fest. Der entsprechende Beitrag wurde am 30. September 2026 veröffentlicht.
Konservierung historischer Naturkundesammlungen
Naturhistorische Museen bewahren häufig umfangreiche Sammlungen präparierter Tiere, die zum Teil viele Jahrzehnte oder sogar länger zurückreichen. Solche Präparate dienen sowohl der wissenschaftlichen Dokumentation als auch der musealen Vermittlung von Naturkunde an ein breites Publikum. Mit der Zeit können Materialien wie Federn, Haut oder Glasaugen altern, verblassen oder porös werden, weshalb Sammlungen in regelmäßigen Abständen begutachtet und bei Bedarf restauriert werden.
Bei der Präparation von Vögeln kommen traditionell verschiedene Techniken zum Einsatz, um Körperhaltung, Gefieder und Ausdruck eines Tieres möglichst naturgetreu nachzubilden. Ein besonders empfindliches Detail sind dabei die Augen, da künstliche Glas- oder Kunststoffaugen im Lauf der Zeit ihren Glanz verlieren oder Beschädigungen aufweisen können. Der Austausch solcher Bauteile gehört bei musealen Restaurierungen zu den gängigen Maßnahmen, um den ursprünglichen, lebensechten Eindruck eines Präparats wiederherzustellen.
Restaurierungsprojekte in diesem Umfang erfordern in der Regel sorgfältige Planung, da jedes Präparat einzeln begutachtet und bearbeitet werden muss. Je nach Zustand und Materialbeschaffenheit können sich die Anforderungen von Objekt zu Objekt deutlich unterscheiden. Museale Sammlungen dieser Art gelten zudem oft als wichtige Referenzbestände für Forschung und Bildung, weshalb ihr Erhalt über lange Zeiträume hinweg eine kontinuierliche Aufgabe darstellt.







