124 Museen bei ORF-Langer Nacht der Museen in Wien – Ein Ticket für alle Häuser

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

Dieses Thema Freunden empfehlen

Zum 26. Mal öffnen Wiens Museen am Abend ihre Türen für die ORF-Lange Nacht der Museen. Am 2. Oktober 2026 laden ab 18.00 Uhr insgesamt 124 Museen in der Stadt zum Besuch ein. Ein einziges Ticket gilt dabei als Eintrittskarte für alle teilnehmenden Häuser.

Sammelpunkt und Ticketverkauf am Maria-Theresien-Platz

Zentraler Treffpunkt für Besucherinnen und Besucher ist der Maria-Theresien-Platz. Dort stehen Infostände bereit, an denen Booklets mit dem Programm sowie Tickets erhältlich sind. Wer sein Ticket nicht am Platz erwerben möchte, kann es auch direkt bei den teilnehmenden Museen kaufen. Der reguläre Preis liegt bei 19 Euro, ermäßigt sind es 16 Euro. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.

Zu den bekannten Teilnehmern zählen das Kunsthistorische und das Naturhistorische Museum, das Museum für Angewandte Kunst (MAK) sowie das Jüdische Museum Wien. Neu mit dabei ist in diesem Jahr das Gesellschafts- und Wirtschaftsmuseum. Dessen Direktor Harald Lind kündigte für den Abend interaktive Kurzworkshops zu Konsum und Finanzen an. Ergänzt wird das Programm dort durch Science-Shows mit Wissenschaftsexperimenten und Kurzführungen zum Thema Leben und Wohnen in Wien.

Ausstellungen und Führungen im MAK

Im MAK stehen halbstündliche Kurzführungen durch die aktuelle Ausstellung von Thomas Demand auf dem Programm. Zusätzlich sind die Ausstellung Borderland sowie die Schau Eine Stadt voller Plakate zu sehen, die Werbeplakate der Vienna Design Week aus den vergangenen 20 Jahren zeigt. Für junges Publikum gibt es zwischen 18 und 21 Uhr ein Bastelangebot: Kinder und Jugendliche können dort Nachtfalter basteln.

Weltkriege als Thema im Heeresgeschichtlichen Museum

Das Heeresgeschichtliche Museum präsentiert seine neue Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft. Österreich im Zeitalter der Weltkriege 1918 bis 1955“. Von 18 bis 23 Uhr finden halbstündlich Führungen durch die Schau statt. Zusätzlich bietet das Haus ein Objekte-Speed-Dating an, bei dem Restauratorinnen und Restauratoren ausgewählte Stücke vorstellen und Einblick in ihre Arbeit geben. Direktor Georg Hoffmann steht dem Museum vor.

Humor und Religion im Jüdischen Museum

Das Jüdische Museum Wien zeigt an diesem Abend eine Ausstellung des israelischen Künstlers Eran Shakine, die sich humorvoll mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Judentum, Christentum und Islam auseinandersetzt. Besucherinnen und Besucher haben die Gelegenheit zu einem Meet and Greet mit dem Künstler. Abgerundet wird das Programm durch einen Hebräisch-Minikurs.

Wiener Klassik im Haus der Musik

Auch das interaktive Haus der Musik beteiligt sich an der Langen Nacht. Im glasüberdachten Innenhof spielt das Wiener Klassik Ensemble um 19.00 und um 21.00 Uhr jeweils rund eine Stunde lang. Auf dem Programm stehen Werke der Wiener Klassik und der Wiener Musiktradition, darunter Kompositionen von Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven.

Ein Format mit langer Tradition

Die Lange Nacht der Museen hat sich in Österreich seit ihrer ersten Austragung als feste Größe im kulturellen Jahreskalender etabliert. Grundsätzlich verfolgt das Format das Ziel, Museen für ein breites Publikum zugänglich zu machen, das reguläre Öffnungszeiten aus unterschiedlichen Gründen seltener nutzt. Durch ein einheitliches Ticket für zahlreiche Häuser entfällt die Notwendigkeit, sich im Vorfeld auf einzelne Institutionen festzulegen. Üblicherweise nutzen Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, an einem Abend mehrere Museen unterschiedlicher Sparten zu besuchen, von naturkundlichen und kunsthistorischen Sammlungen bis zu Spezialmuseen mit thematischem Fokus wie Musik, Militärgeschichte oder Wirtschaft. Für die beteiligten Häuser bietet das Format zudem die Chance, neue Ausstellungen und museumspädagogische Angebote einem Publikum vorzustellen, das die Institutionen sonst möglicherweise nicht aufsuchen würde. Rahmenprogramme wie Führungen, Workshops oder musikalische Darbietungen gehören bei vergleichbaren Veranstaltungen häufig zum festen Bestandteil, um den Museumsbesuch