125 Jahre Kaiserin-Elisabeth-Gedächtniskirche auf dem Schneeberg gefeiert

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

Dieses Thema Freunden empfehlen

Auf dem Schneeberg ist im Sommer 2026 das 125-jährige Bestehen der Kaiserin-Elisabeth-Gedächtniskirche mit einem Festgottesdienst gefeiert worden. Die Kirche liegt auf 1.796 Metern Seehöhe und gehört zur Pfarre Puchberg am Schneeberg im Bezirk Neunkirchen. Sie wurde am 5. September 1901 eingeweiht.

Bau in den Jahren nach dem Attentat auf Kaiserin Elisabeth

Die Arbeiten an der Gedächtniskirche begannen 1899, ein Jahr nachdem Kaiserin Elisabeth in Genf ermordet worden war. Die Bauzeit betrug zwei Jahre. Möglich wurde die Errichtung des Gotteshauses in dieser Höhenlage durch die Schneebergbahn, deren Bau 1895 begonnen hatte und die 1897 eröffnet wurde.

Nach der Fertigstellung wurde die Kirche in den folgenden Jahren weiter ausgestaltet. 1907 kamen Glasfenster und Malereien hinzu. 1914 erhielt die Kuppel ein Sternmosaik aus venezianischem Glas. Die Kaiserin-Elisabeth-Gedächtniskirche gilt als höchstgelegenes Gotteshaus Niederösterreichs.

Umfangreiche Sanierung von Mauerwerk und Fassade

Zwischen 2011 und 2019 wurde die Kirche umfangreich saniert. In diesem Zeitraum flossen unter anderem 600.000 Euro in die Erneuerung der Fassade und des Unterbaus. Grund dafür war der Zustand des Mauerwerks: Die verwendeten Ziegelsteine hatten bereits zu bröseln begonnen. Im Zuge der Bauarbeiten wurde das Mauerwerk stabilisiert.

Das Mauerwerk der Kirche ist dreilagig aufgebaut. Außen- und Innenwand bestehen jeweils aus einem halben Meter Ziegelstein, der mittlere Bereich dazwischen ist mit Steinen ausgefüllt. Pfarrer Wolfgang Berger verwies im Zusammenhang mit der Sanierung auf die extremen Belastungen, denen das Bauwerk durch Wind, Schnee und Eis ausgesetzt ist.

Bauen in extremer Höhenlage

Grundsätzlich stellen Bauwerke in alpinen Höhenlagen besondere Anforderungen an Material und Konstruktion. Starke Temperaturschwankungen, Frost-Tau-Wechsel sowie anhaltende Windlasten setzen Fassaden und Mauerwerk über Jahrzehnte hinweg zu. Bei vergleichbaren Bauten in exponierter Lage kommt es daher regelmäßig zu Sanierungsbedarf, der über den üblichen Erhaltungsaufwand von Gebäuden im Tal hinausgeht. Historische Gemäuer, die vor mehr als hundert Jahren errichtet wurden, müssen zudem mit Materialien und Techniken instand gehalten werden, die dem ursprünglichen Bestand entsprechen, um die bauliche Substanz nicht zusätzlich zu beeinträchtigen. Solche Erhaltungsmaßnahmen erfordern üblicherweise eine sorgfältige Abstimmung zwischen statischen Erfordernissen und denkmalpflegerischen Vorgaben.

Weiterführende Links