Auf der Donaubühne in Tulln haben am Freitag acht Sängerinnen mit einem gemeinsamen Konzert an Georg Danzer erinnert. Der österreichische Liedermacher wäre 2026 80 Jahre alt geworden, er starb 2007. Rund 3.000 Besucher verfolgten den Abend, bei dem ausschließlich Künstlerinnen auftraten.
Acht Stimmen für Georg Danzer
Den Auftakt des Abends machte Birgit Denk mit dem Lied „Quäl Di Net“. Sie moderierte zugleich durch das Programm und streute dabei Anekdoten über Georg Danzer ein. Im weiteren Verlauf des Konzerts sangen Ina Regen und Monika Ballwein gemeinsam das Duett „Zwa Wia Mia Zwa“. Anna Buchegger interpretierte „A Erstickter Schrei“, während Katharina Straßer sich mit „Lass Mi Amoi No Sun Aufgehn Sehn“ dem Publikum präsentierte. Straßer hatte für ihren Auftritt eigens ihren Urlaub unterbrochen.
Maria Bill sang den Titel „Weiße Pferde“, Ankathie Koi brachte mit „Jö schau“ einen Song auf die Bühne, den Danzer bereits 1975 geschrieben hatte. Begleitet wurden die acht Sängerinnen von der Donaubühnen-Jubiläumskombo. Die musikalische Leitung des Abends lag bei Ursi Reicher und Erich Buchebner.
Verbindung zur Kinderkrebsforschung
Georg Danzer stand zu Lebzeiten der St. Anna Kinderkrebsforschung nahe. Ein Teil der Einnahmen aus dem Tribute-Konzert in Tulln wird an diese Einrichtung gespendet.
Georg Danzers Platz im österreichischen Liedgut
Georg Danzer zählt zu den prägenden Figuren des Austropop. Seine Lieder verbinden Wiener Mundart mit pointierten Texten und haben über Jahrzehnte hinweg ihren Platz im heimischen Musikrepertoire behauptet. Tribute-Konzerte, wie sie nun in Tulln stattfanden, sind bei runden Geburtstagen verstorbener Musikerinnen und Musiker eine verbreitete Form des Gedenkens. Dabei übernehmen andere Künstlerinnen und Künstler bekannte Titel und interpretieren sie mit eigener Stimme neu, während Anekdoten und biografische Einordnungen den ursprünglichen Kontext der Lieder greifbar machen.
Die Donaubühne Tulln dient regelmäßig als Austragungsort für größere Freiluftveranstaltungen im niederösterreichischen Kulturkalender. Solche Bühnen an Flussufern bieten durch ihre Kapazität Raum für mehrere Tausend Besucher und werden häufig für Konzerte mit besonderem Anlass genutzt.







