Restauratorin betreut 4.000 Gemälde im Heeresgeschichtlichen Museum
Doris Burgstaller-Rogers ist diplomierte Gemälderestauratorin und arbeitet seit 24 Jahren im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien. Sie betreut die gesamte Gemäldesammlung des Museums, die rund 4.000 Werke umfasst. Das Museum befindet sich im dritten Bezirk auf dem Gelände des Arsenals.
Burgstaller-Rogers studierte Restaurierung und Konservierung an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Zu dem Beruf kam sie durch ein Praktikum bei einer Gemälderestauratorin.
Neue Ausstellung mit Werken aus dem Depot
Seit rund einem Monat zeigt das Museum die Ausstellung „Gewalt – Gesellschaft. Österreich im Zeitalter der Weltkriege 1918 bis 1955″. Für die Zusammenstellung wurden 17 Werke aus dem Depot entnommen. Die Ausstellung ist für fünf Monate zugänglich.
Grundsätze der Restaurierung
Der erste Schritt bei jeder Restaurierung ist eine Voruntersuchung, bei der Materialeigenschaften, Malschichtaufbau, Schäden und chemische Veränderungen erfasst werden. Größere Restaurierungen können mehrere Wochen oder Monate dauern. Leitend sind dabei zwei Grundsätze: „so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich“ sowie das Prinzip der Reversibilität – jede Maßnahme muss sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder rückgängig machen lassen.
Burgstaller-Rogers setzt dabei bewusst Materialien mit bekanntem Alterungsverhalten ein, darunter traditionelle Stoffe wie tierische Leime oder Harze. Ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit besteht aus präventiver Konservierung: Sie kontrolliert regelmäßig Klimawerte und Lichtverhältnisse und führt Pflegemaßnahmen durch. Durch Besucherströme entsteht im Museum ein erhöhtes Staubaufkommen, das sich auf Kunstwerken ablagert. Interessierten am Restauratorenberuf empfiehlt Burgstaller-Rogers ein Vorpraktikum.






