Ars Electronica verwandelt Linzer Innenstadt in Kulturbühne mit über 40 Schauplätzen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Ars Electronica ist am Mittwochabend im Linzer Mariendom offiziell eröffnet worden. Unter dem diesjährigen Motto „Negotiating Humanity – Future Begins“ verbindet das Festival Musik, Klangkunst und Tanz in einem außergewöhnlichen Rahmen. Die Eröffnungsveranstaltung im Mariendom bot ein vielschichtiges Programm aus Vokalmusik, Orchesterwerken, Orgelklängen und zeitgenössischem Tanz.

Musikalischer Auftakt im Mariendom

Den Beginn der Eröffnung gestaltete die Company of Music unter der Leitung von Johannes Hiemetsberger mit Vokalmusik von Thomas Tallis. Anschließend spielte das Bruckner Orchester Linz unter der Leitung von Markus Poschner mehrere Werke: das Vorspiel aus Richard Wagners „Parsifal“, György Ligetis „Lontano“ sowie Olivier Messiaens „L’Ascension – Quatre méditations“.

Ein besonderer Programmpunkt war der Auftritt des japanischen Komponisten und Soundkünstlers evala gemeinsam mit der Sopranistin Ayako Tanaka. Die beiden machten den Kirchenraum selbst zum Instrument und nutzten die akustischen Eigenschaften des Mariendoms für ihre klangliche Arbeit.

Domorganist Gerhard Raab trug an der Rudigierorgel weitere Werke von Olivier Messiaen bei und ergänzte damit die musikalische Bandbreite des Abends.

Tanz und Uraufführung im Kirchenraum

Neben den musikalischen Beiträgen zeigte TANZ LINZ einen Ausschnitt aus „Worship“, der neuen Produktion von Drew Jacoby. Die vollständige Produktion feiert am 26. September im Musiktheater Linz Premiere. Im Rahmen der Eröffnung im Mariendom wurde zudem „RISE“ von Crystn Hunt Akron erstmals präsentiert.

Die Installation von evala und Ayako Tanaka bleibt nicht auf den Eröffnungsabend beschränkt: Sie kann während der weiteren Festivaltage im Mariendom erlebt werden.

Ausdehnung auf die gesamte Innenstadt

Die Ars Electronica macht in diesem Jahr die gesamte Linzer Innenstadt zur Bühne. Insgesamt stehen mehr als 40 Schauplätze zur Verfügung, an denen Besucherinnen und Besucher die verschiedenen Programmpunkte des Festivals verfolgen können. Die Ars Electronica läuft bis zum 13. September.

Kunst, Wissenschaft und Technologie im Zusammenspiel

Die Ars Electronica gilt seit ihrer Gründung als ein Ort, an dem sich Kunst, Technologie und gesellschaftliche Fragestellungen begegnen. Üblicherweise stehen bei dem Festival nicht einzelne Disziplinen im Vordergrund, sondern das Zusammenspiel unterschiedlicher künstlerischer und technischer Ansätze. Sakrale Räume wie der Mariendom werden bei solchen Veranstaltungen häufig bewusst einbezogen, weil ihre Akustik und Architektur besondere klangliche und atmosphärische Möglichkeiten bieten, die sich von klassischen Konzertsälen unterscheiden. Auch die Verbindung von zeitgenössischem Tanz mit Musikprogrammen ist bei größeren Kulturfestivals ein gängiges Mittel, um unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen sichtbar zu machen und ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Die Einbindung der gesamten Innenstadt als Festivalfläche folgt zudem einem Konzept, das bei vielen internationalen Kulturveranstaltungen verfolgt wird: Öffentliche und historische Orte werden temporär zu Ausstellungs- und Aufführungsflächen, wodurch das Festivalgeschehen unmittelbar in den städtischen Alltag eingebunden wird.