Diagonale-Leitung bis 2029 verlängert – Paul Schwind wird neuer Co-Obmann

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Diagonale, das Festival des österreichischen Films, wird bis inklusive 2029 von Dominik Kamalzadeh und Claudia Slanar geleitet. Der Verein Forum österreichischer Film hat den Vertrag der beiden Festivalintendanten bei seiner Mitgliederversammlung um zwei Jahre verlängert. Ursprünglich wäre die Vereinbarung 2027 ausgelaufen.

Die Verlängerung wurde am Mittwoch in einer Aussendung bekanntgegeben. Zudem wurde Paul Schwind einstimmig zum neuen Co-Obmann des Vereins gewählt. Er tritt die Nachfolge von Dagmar Streicher an, die sich aus dem Verein zurückgezogen hat.

Vertragsverlängerung bei der Festivalspitze

Kamalzadeh und Slanar leiten die Diagonale gemeinsam als künstlerische Intendanz seit 2023. Mit der nun beschlossenen Verlängerung bis 2029 werden sie für zumindest sechs Festivalausgaben verantwortlich zeichnen. Die kommende, 30. Ausgabe der Diagonale findet von 7. bis 12. April 2027 in Graz statt.

Als Begründung für die Vertragsverlängerung nannten die Co-Obmänner des Vereins Forum österreichischer Film, Johannes Rosenberger und Paul Schwind, mehrere Punkte: die Stabilität und Unverwechselbarkeit der Diagonale, ein wachsendes Publikumsinteresse, die Festigung des Festivals als Plattform für die österreichische Filmbranche sowie eine positive Resonanz der Presse.

Neben der Verlängerung der Intendanz kam es bei der Mitgliederversammlung auch zu einer personellen Veränderung an der Vereinsspitze. Paul Schwind wurde einstimmig als neuer Co-Obmann gewählt und übernimmt diese Funktion gemeinsam mit Johannes Rosenberger. Er folgt auf Dagmar Streicher, die sich aus dem Verein zurückgezogen hat.

Struktur und Aufgabe des Trägervereins

Der Verein Forum österreichischer Film ist als Trägerorganisation für die Diagonale verantwortlich. Bei einem solchen Modell obliegt es üblicherweise der Mitgliederversammlung, über zentrale personelle und organisatorische Fragen zu entscheiden, etwa über die Verlängerung von Leitungsverträgen oder die Besetzung von Vereinsämtern wie jenem des Obmanns beziehungsweise der Obfrau. Eine Doppelspitze aus zwei Co-Obleuten ist bei Kulturvereinen und Festivalorganisationen ein gängiges Modell, um Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu teilen.

Auch die künstlerische Leitung eines Filmfestivals wird häufig als Doppel- oder Mehrfachintendanz organisiert. Dabei werden Aufgabenbereiche wie Programmgestaltung, Organisation, Öffentlichkeitsarbeit oder die Zusammenarbeit mit der Filmbranche zwischen mehreren Personen aufgeteilt. Mehrjährige Vertragslaufzeiten für Festivalintendanzen sind in der Kulturbranche verbreitet, da sie eine längerfristige Programmplanung ermöglichen und Kontinuität in der öffentlichen Wahrnehmung eines Festivals schaffen sollen.

Die Diagonale als Branchentreffpunkt

Die Diagonale hat sich über die Jahre als jährlicher Fixpunkt für den österreichischen Film etabliert. Festivals dieser Art dienen in der Regel nicht nur der Präsentation neuer Produktionen vor Publikum, sondern auch als Treffpunkt für Filmschaffende, Produktionsfirmen und Medienvertreter. Für die heimische Filmbranche bieten solche Veranstaltungen eine Plattform, um aktuelle Arbeiten zu zeigen, sich zu vernetzen und mit einem breiteren Publikum in Kontakt zu treten. Die für April 2027 angesetzte 30. Ausgabe des Festivals markiert für die Diagonale ein Jubiläum, das in die nun verlängerte Amtszeit der bestehenden Intendanz fällt.