Diözese Feldkirch setzt auf Pilgern: Wallfahrt nach Rankweil am 20. September 2026 geplant

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Am 20. September 2026 findet eine Wallfahrt zur Basilika in Rankweil statt. Damit reiht sich der Termin in ein umfangreiches Pilgerangebot der Diözese Feldkirch ein, das über das Jahr hinweg zahlreiche Veranstaltungen umfasst. Pilgerreferentin Birgit Huber sagt, Pilgern sei eines der wenigen Themen, mit denen die Kirche noch punkten könne.

Wallfahrt nach Rankweil und weitere Termine der Diözese

Die Basilika in Rankweil gilt als einer der bekanntesten Pilgerorte in Vorarlberg. Seit dem Mittelalter strömen Menschen dorthin. Der Landeswallfahrtstag in Rankweil findet traditionell am 1. Mai statt, im Jahr 2017 wurden dabei rund 3.000 Pilgerinnen und Pilger gezählt. Der sogenannte Rankweiler Segenssonntag wird jeweils am dritten Sonntag im September begangen. Die Wallfahrt am 20. September 2026 fällt in diesen zeitlichen Rahmen.

Die Diözese Feldkirch veranstaltet regelmäßig Pilgerangebote. Dazu zählen Hoffnungswanderungen mit Vorarlberger Prominenten sowie Nacht- oder AutorInnen-Wanderungen. Mehrere Pilgertermine werden in Kooperation mit der Vorarlberger Krebshilfe angeboten. In Bregenz findet zudem eine Schiffswallfahrt statt.

Neben Rankweil zählen auch die Basilika Maria Bildstein, das Kloster St. Gerold sowie das Kloster Mehrerau in Bregenz zu Pilgerstätten mit jahrhundertelanger Tradition. Maria Bildstein weist dabei ebenfalls eine lange Pilgergeschichte auf. Als Pilgerziele gelten in Vorarlberg neben Kirchen, Klöstern und Kapellen auch Kreuze oder Bildstöcke.

Für die Begleitung von Pilgergruppen sind in Vorarlberg derzeit etwa 25 Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleiter aktiv. Im vergangenen Jahr wurden elf Personen in diesem Bereich ausgebildet, im Jahr 2026 wird dieselbe Anzahl an neuen Pilgerbegleitern ausgebildet. Die Ausbildung wird von der Katholischen Kirche Vorarlberg in Kooperation mit dem Bildungshaus St. Arbogast angeboten. Birgit Huber, die die Pilgerreferate der Diözese Feldkirch betreut, ist Kulturwissenschaftlerin und selbst als Pilgerbegleiterin tätig.

Pilgern als Ausdrucksform gelebter Religiosität

Pilgerwege gehören zu den ältesten Formen religiöser Praxis und haben in vielen Kulturen und Konfessionen eine lange Tradition. Grundsätzlich verbindet das Pilgern körperliche Bewegung mit spiritueller Einkehr: Der Weg selbst gilt dabei oft als ebenso bedeutsam wie das Ziel. Historisch entstanden viele Pilgerorte an Stätten, die mit besonderen religiösen Ereignissen, Reliquien oder Wundererzählungen in Verbindung gebracht wurden. Über Jahrhunderte hinweg bildeten sich so feste Routen und wiederkehrende Wallfahrtstermine heraus, die bis heute Bestand haben.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Verständnis von Pilgern erweitert. Neben klassischen religiösen Motiven treten zunehmend auch Aspekte wie Naturerlebnis, Besinnung oder soziale Gemeinschaft in den Vordergrund. Kirchliche Einrichtungen reagieren darauf vielerorts mit neuen Formaten, etwa thematisch ausgerichteten Wanderungen oder Kooperationen mit gesellschaftlichen Institutionen. Solche Angebote sollen unterschiedliche Zielgruppen ansprechen, ohne den ursprünglichen religiösen Kern der Wallfahrt aufzugeben.

Pilgerbegleiterinnen und Pilgerbegleiter übernehmen bei organisierten Wallfahrten in der Regel praktische und inhaltliche Aufgaben. Dazu gehören etwa die Planung der Route, die Betreuung der Gruppe unterwegs sowie die spirituelle Gestaltung einzelner Wegabschnitte durch Impulse, Gebete oder Gespräche. Die Ausbildung zu Pilgerbegleitern vermittelt üblicherweise sowohl organisatorisches Wissen als auch theologische und kulturhistorische Grundlagen, um Gruppen sicher und inhaltlich fundiert begleiten zu können.

Kapellen, Kreuze und Bildstöcke entlang von Wegen sind in vielen Regionen sichtbare Zeugnisse einer langen Frömmigkeitsgeschichte. Sie markieren häufig Orte, an denen Menschen historisch innehielten, beteten oder besondere Ereignisse verorteten. Solche kleinen sakralen Bauwerke prägen bis heute das Landschaftsbild vieler ländlicher Gebiete und bilden oft feste Stationen entlang etablierter Pilgerrouten.