Grafenegg Festival startet mit Philharmonia Orchestra in Jubiläumssaison

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Das Grafenegg Festival ist am Freitag im Bezirk Krems in seine Jubiläumssaison gestartet. Die Kulturveranstaltung feiert 2026 ihr 20-jähriges Bestehen. Den Auftakt bildete ein Konzert des Philharmonia Orchestra London unter der Leitung des rumänischen Dirigenten Cristian Macelaru auf der Open-Air-Bühne am Wolkenturm im Schlosspark.

Auf dem Programm des Eröffnungsabends standen Ludwig van Beethovens „Fantasie für Klavier, Chor und Orchester c-Moll op. 80“ sowie Carl Orffs „Carmina Burana“. Das Klaviersolo bei der Beethoven-Chorfantasie übernahm Festivalintendant Rudolf Buchbinder.

Besetzung des Eröffnungskonzerts

Neben Buchbinder wirkten bei der Aufführung Sopranistin Nikola Hillebrand, Tenor Nicholas Phan und Bariton German Olvera mit. Gesanglich unterstützt wurde das Konzert vom Wiener Singverein sowie von den Wiener Chormädchen, dem Mädchenchor der Wiener Sängerknaben. Unter den Gästen der Eröffnung waren Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), Schauspieler Aaron Karl, der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl sowie ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher.

Rudolf Buchbinder, der das Festival seit seiner Gründung als Intendant leitet, wird nach dieser Jubiläumssaison seine Funktion als künstlerischer Leiter zurücklegen.

Programm bis zum Festivalende

Das Grafenegg Festival läuft bis zum 6. September. Für die kommenden Wochen ist ein umfangreiches Programm mit international bekannten Interpreten angekündigt. Erstmals wird die Pianistin Martha Argerich zu Gast in Grafenegg sein. Zum Abschluss des Festivals tritt Riccardo Muti mit dem Orchestra Giovanile Luigi Cherubini auf. Auch die zwölf Cellisten der Berliner Philharmoniker konzertieren im Rahmen des Programms.

Als weitere Solisten treten Piotr Beczala, Gautier Capuçon, Alexandre Kantorow und Julia Hagen auf. Zudem stehen zwei konzertante Opernaufführungen auf dem Spielplan: „Parsifal“ und „Die tote Stadt“. In den Wolkenturm kommen außerdem die Wiener Philharmoniker, die Münchner Philharmoniker sowie das Royal Concertgebouw Orchestra.

Die österreichische Komponistin Olga Neuwirth fungiert in dieser Saison als Composer in Residence. Im Rahmen des Festivals finden zudem der Composer-Conductor-Workshop „Ink Still Wet“ sowie die Grafenegg Academy statt.

Freiluftbühne mit besonderer Akustik

Der Wolkenturm im Schlosspark Grafenegg gehört zu den bekannteren Freiluftspielstätten für klassische Musik im deutschsprachigen Raum. Solche Open-Air-Bühnen stellen Orchester und Solisten grundsätzlich vor besondere akustische Herausforderungen, da anders als in geschlossenen Konzertsälen keine Rückwürfe durch Wände oder Decken entstehen. Üblicherweise kommen bei derartigen Anlagen daher speziell konzipierte Klangmuscheln oder Bühnenüberdachungen zum Einsatz, die den Klang gezielt in Richtung Publikum lenken sollen.

Festivalintendanzen wie jene in Grafenegg sind in der klassischen Musikszene meist für die künstlerische Programmgestaltung über mehrere Jahre hinweg verantwortlich. Dazu zählen üblicherweise die Auswahl der auftretenden Orchester und Solisten, die thematische Ausrichtung einzelner Konzertreihen sowie die Vergabe von Kompositionsaufträgen. Ein Wechsel in der künstlerischen Leitung geht bei vergleichbaren Institutionen häufig mit einer Neuausrichtung einzelner Programmschwerpunkte einher, auch wenn die grundsätzliche Struktur eines Festivals in der Regel über einen solchen Wechsel hinaus bestehen bleibt.

Das Eröffnungskonzert des Grafenegg Festivals ist am Sonntag ab 20.00 Uhr auf Radio NÖ zu hören.