Hitze setzt Salzburger Museen zu: Besucherrückgang und Sorge um Sammlungen

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

Dieses Thema Freunden empfehlen

Anhaltende Hitzetage machen Museen in der Stadt Salzburg spürbar zu schaffen. An heißen Tagen wie zuletzt am Samstag verzeichnen mehrere Häuser einen deutlichen Besucherrückgang. Betroffen sind unter anderem das Haus der Natur sowie Teile des Domquartiers mit dem Dommuseum, die nicht durchgehend klimatisiert sind. Neben rückläufigen Besucherzahlen bereitet die Hitze den Verantwortlichen auch Sorgen um die klimatischen Bedingungen für empfindliche Sammlungsobjekte.

Weniger Besucher, mehr Sorge um Sammlungen

Robert Lindner, Direktor des Hauses der Natur, berichtet von spürbar geringeren Besucherzahlen an heißen Tagen. Das laufende Jahr fällt bei den Besucherzahlen des Hauses insgesamt eher unterdurchschnittlich aus. Je nach Saison stammen bis zu zwei Drittel der Gäste aus Salzburg und der näheren Umgebung, was das Haus besonders anfällig für wetterbedingte Schwankungen macht.

Ein weiteres Problem betrifft nicht die Besucherzahlen, sondern die Sammlung selbst. In großen Teilen der Ausstellung fehlt eine Klimatisierung. Dadurch lassen sich konservatorisch einwandfreie Bedingungen in den Sammlungsbereichen nur eingeschränkt sicherstellen.

Auch im Domquartier zeigt sich die Belastung durch die Hitze. Teile der Räumlichkeiten sind nicht klimatisiert, darunter das Dommuseum. Kurator Reinhard Gratz weist darauf hin, dass für die ausgestellten Objekte vor allem die relative Feuchtigkeit entscheidend ist. Im Sommer schwitzen die Mauern des Dommuseums und geben zusätzliche Feuchtigkeit in die Räume ab.

Um diesem Effekt entgegenzuwirken, kommen im Dommuseum Entfeuchtungsgeräte zum Einsatz. In den Vitrinen herrscht zudem ein eigenes, speziell geregeltes Klima. Mit mobilen Geräten wird versucht, Schwankungen auszugleichen: Im Sommer wird entfeuchtet, im Winter dagegen befeuchtet, um die Bedingungen für die Objekte möglichst konstant zu halten.

Eine flächendeckende Klimatechnik ist im Dommuseum aus baulichen und finanziellen Gründen schwer umzusetzen. Auch im Haus der Natur stehen bauliche und finanzielle Hürden einer umfassenden Klimatisierung entgegen.

Klimasteuerung als Daueraufgabe im Museumsbetrieb

Grundsätzlich gehört die Regulierung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu den zentralen Aufgaben der musealen Konservierung. Viele Materialien, etwa Holz, Papier, Textilien oder bestimmte Metalle, reagieren empfindlich auf Schwankungen der relativen Luftfeuchtigkeit. Zu trockene oder zu feuchte Luft kann Risse, Verformungen oder Schimmelbildung begünstigen. Deshalb versuchen Museen üblicherweise, die Feuchtigkeit in einem möglichst engen, für die jeweiligen Objekte passenden Bereich zu halten.

In historischen Gebäuden wie Museumsbauten mit dicken Steinmauern stellt sich diese Aufgabe besonders anspruchsvoll dar. Solche Mauern nehmen Feuchtigkeit auf und geben sie je nach Außentemperatur und Jahreszeit wieder ab, was zu spürbaren Klimaschwankungen im Innenraum führen kann. Eine nachträgliche, flächendeckende Einbindung moderner Klimatechnik ist in historischer Bausubstanz häufig nur mit erheblichem baulichem Aufwand möglich, etwa wenn Statik, Denkmalschutz oder die Anordnung der Räume den Einbau großer Lüftungs- und Klimaanlagen erschweren. Hinzu kommen oft hohe Investitions- und Betriebskosten, die viele Museen nicht ohne Weiteres aufbringen können.

Als Alternative zu fest installierten Anlagen setzen Museen daher vielerorts auf mobile Lösungen wie einzelne Entfeuchtungs- oder Befeuchtungsgeräte sowie speziell klimatisierte Vitrinen für besonders empfindliche Objekte. Diese Geräte ermöglichen es, gezielt einzelne Räume oder Ausstellungsbereiche zu regulieren, ohne das gesamte Gebäude technisch aufzurüsten. Damit lassen sich zumindest die gravierendsten Schwankungen abfedern, auch wenn ein flächendeckend konstantes Klima auf diese Weise nur begrenzt erreichbar ist.

Hitzeperioden mit hohen Außentemperaturen verschärfen diese Herausforderungen zusätzlich, da sie sowohl auf den Besucherzuspruch als auch auf die klimatischen Bedingungen im Gebäudeinneren Einfluss nehmen. Für Museumsbetreiber bedeutet dies in der warmen Jahreszeit häufig einen erhöhten Aufwand, um sowohl die Ausstellungsstüc