Jedermann-Premiere 2026: Philipp Hochmair und Roxane Duran feiern Erfolg auf dem Salzburger Domplatz
Am 19. Juli 2026 feierte die Inszenierung von Regisseur Robert Carsen mit Philipp Hochmair in der Titelrolle auf dem Salzburger Domplatz zum dritten Mal Premiere. Das Publikum quittierte die Aufführung mit Standing Ovations – besonders für die neue Buhlschaft Roxane Duran.
Philipp Hochmair übernimmt damit zum dritten Mal in Folge die Hauptrolle des Jedermann. An seiner Seite steht in dieser Spielzeit erstmals die 33-jährige österreichisch-französische Schauspielerin Roxane Duran, die 2009 durch Michael Hanekes Film „Das weiße Band“ internationale Bekanntheit erlangte. Sie ist nach Deleila Piasko die zweite Buhlschaft in dieser Carsen-Inszenierung.
Neue Akzente in der Inszenierung
Die Neubesetzung der Buhlschaft brachte auch sichtbare Anpassungen im Bühnenbild mit sich: Die Kostüme des Paares wurden den roten Haaren Durans angeglichen – das Revers von Sakko und Kleid wurde von Schwarz auf Rot umgefärbt. Eine weitere Neuerung: Jedermann steckt seiner Geliebten in dieser Inszenierung einen Verlobungsring an den Finger. Zudem tritt Philipp Hochmair erstmals völlig nackt auf. Nach der Vorstellung erklärte er, er sei stolz auf diese Entscheidung, weil der Jedermann dadurch keinen Schutz mehr habe.
Zu den weiteren Rollen zählen Daniela Ziegler, die erstmals als Jedermanns Mutter zu sehen ist, sowie Juliette Larat, die zum zweiten Mal in Folge den Glauben verkörpert. Dominik Dos-Reis spielt den Tod, Christoph Luser übernimmt die Doppelrolle Guter Gesell und Teufel. Meike Droste sprang kurzfristig für die Doppelrolle des armen Nachbarn und Jedermanns Werke ein.
Choreografie und weitere Vorstellungen
Gestalterisch hebt sich die Inszenierung unter anderem durch aufwendig choreografierte Partyszenen der Tischgesellschaft ab. Verantwortlich dafür zeichnet die britische Choreografin Rebecca Howell. Regisseur Carsen äußerte sich nach der Premiere zufrieden mit seiner Besetzung. Roxane Duran sagte, es sei ganz anders gewesen als vorgestellt, aber umso schöner geworden.
Auf die Premiere folgen 14 weitere Vorstellungen im Rahmen der Salzburger Festspiele. Die letzte Aufführung ist für den 25. August geplant. Bei schlechtem Wetter weicht das Ensemble ins Große Festspielhaus aus.





