Die Kärntner Kinos ziehen eine positive Bilanz für den vergangenen Sommer. Nach Angaben von Christof Papousek, Branchensprecher der Kärntner Kinobetreiber in der Wirtschaftskammer, konnten Filme in diesem Zeitraum mehr als 150.000 Besucherinnen und Besucher in die Kinosäle des Bundeslandes locken. Zu den Filmen, die im Sommer liefen, zählten „Spiderman“ und „The Odyssey“.
Volles Haus in Kärntner Kinosälen
Neben den großen Publikumsfilmen sorgte auch das Klagenfurter Volkskino für Aufmerksamkeit. Robert Schabus, Filmemacher und seit diesem Jahr Betreiber des Programmkinos, hat das Haus im April übernommen. Am 1. Mai öffnete das Volkskino unter der neuen Leitung erstmals wieder seine Türen. Bereits am Nachmittag der Wiedereröffnung standen rund 20 Menschen vor dem Kino und applaudierten.
Einen besonderen Erfolg verzeichnete das Haus Ende Juni und Anfang Juli mit dem Film „Ingeborg Bachmann. Jemand, der einmal ich war“ von Regina Schilling. Zwei Wochen lang war das Volkskino mit diesem Film an jedem Tag ausverkauft.
Auch das Burghofkino, das vom Volkskino mitbetrieben wird, verbuchte einen guten Sommer: Fast 10.000 Besucherinnen und Besucher kamen in diesem Zeitraum in das Kino.
100 Jahre Volkskino und Jubiläum für das K3 Filmfestival
Das Volkskino feiert in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum: Es wird 100 Jahre alt. Eröffnet wurde das Kino 1926 mit dem Film „Panzerkreuzer Potemkin“ von Sergej Eisenstein. Am 15. Oktober wird das 100-jährige Bestehen gefeiert. Zu diesem Anlass wird derselbe Film erneut gezeigt, diesmal begleitet von Livemusik.
Ein weiteres Jubiläum steht dem K3 Filmfestival bevor, das laut Fritz Hock, Festivalleiter und Betreiber des Filmstudios, heuer sein 20-jähriges Bestehen feiert. Das Festival findet von 2. bis 6. Dezember im Stadtkino statt. Bereits am 12. September ist im Filmstudio des Stadtkinos ein Kinofest geplant, bei dem Tickets zum Preis von 5,90 Euro angeboten werden.
Kinolandschaft zwischen Blockbustern und Programmkino
Die Kärntner Kinolandschaft zeigt sich in diesem Jahr in zwei unterschiedlichen, aber miteinander verknüpften Ausprägungen. Auf der einen Seite stehen große kommerzielle Produktionen, die verlässlich ein breites Publikum anziehen und die Besucherzahlen der Sommermonate maßgeblich prägen. Auf der anderen Seite haben sich Programmkinos wie das Volkskino als Orte etabliert, an denen anspruchsvollere oder thematisch spezifischere Filme gezeigt werden.
Grundsätzlich prägen solche Programmkinos vielerorts das kulturelle Angebot abseits der großen Kinoketten. Sie zeigen häufig Dokumentarfilme, internationale Produktionen oder Werke mit regionalem Bezug, die in klassischen Multiplex-Kinos seltener zu finden sind. Damit ergänzen sie das Angebot der größeren Häuser und sprechen häufig ein anderes Publikum an als die aktuellen Kassenschlager.
Auch Kinofestivals wie das K3 Filmfestival haben in solchen Strukturen üblicherweise eine feste Funktion: Sie bündeln über mehrere Tage ein kuratiertes Filmprogramm, das oft abseits des regulären Kinoalltags liegt, und schaffen damit einen zusätzlichen Anlaufpunkt für Filminteressierte. Für Kinobetreiber bedeuten solche Veranstaltungen zugleich eine Gelegenheit, das eigene Haus und dessen Programm einem größeren Publikum bekannt zu machen.
Um Kinobesuche über das Jahr hinweg attraktiver zu gestalten, werden in Kärnten zudem Kinoabos angeboten. Derartige Abomodelle sind in der Kinobranche verbreitet und sollen Besucherinnen und Besuchern einen regelmäßigen und vergünstigten Zugang zum Kinoprogramm ermöglichen, unabhängig davon, ob es sich um große Produktionen oder kleinere Programmfilme handelt.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.





