Klagenfurter Künstlerin Bella Ban mit 67 Jahren verstorben
Dieses Thema Freunden empfehlen

Klagenfurter Bildhauerin Bella Ban gestorben

Die Klagenfurter Bildhauerin, Installations- und Konzeptkünstlerin Bella Ban ist im 68. Lebensjahr gestorben. Ban wurde 1958 in Klagenfurt geboren und verbrachte ihre Kindheit großteils in Ljubljana und Istrien.

Ban studierte Bildhauerei bei Professor Wander Bertoni an der Akademie für angewandte Kunst in Wien und anschließend Bühnen- und Filmgestaltung bei Professor Erich Wonder. Sie lebte und arbeitete mehrere Jahre in Berlin und wirkte an der Frankfurter Oper mit, bevor sie nach Klagenfurt zurückkehrte. Bella Ban war die Halbschwester des Kärntner Literaten Gert Jonke.

Werk und Wirken in Klagenfurt

Gemeinsam mit ihrem Ehemann Viktor Rogy, der 2004 verstarb, betrieb Ban das Café OM. Für dessen Gestaltung erhielt sie 1998 den Anerkennungspreis des Kärntner Landesbaupreises. Mehrere ihrer Werke befinden sich in öffentlichen Sammlungen und Einrichtungen der Stadt: Einige ihrer Köpfe sind im Klagenfurter Musilhaus zu sehen, die Robert-Musil-Büste sowie ein Selbstbildnis Viktor Rogys befinden sich in der Sammlung der Landeshauptstadt Klagenfurt. Für die Stadt fertigte Ban zudem die Büste des Kaiser Maximilian als Auftragswerk an. Ihr zeichnerisches Werk wurde in der Alpen-Adria-Galerie präsentiert.

Bella Ban litt jahrelang an der Atemwegserkrankung COPD. Kulturreferent Stadtrat Franz Petritz (SPÖ) zeigte sich tief betroffen vom Tod der Künstlerin und bezeichnete sie als Ausnahmeerscheinung sowohl als Künstlerin als auch als Mensch. Laut der Stadt Klagenfurt haben Bella Ban und Viktor Rogy gemeinsam die Kunstszene der Stadt geprägt.