Kostüme mit tausenden Handstichen: Die unsichtbaren Kunsthandwerker des Wiener Volkstheaters

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Handwerkskunst hinter den Kulissen des Wiener Volkstheaters

Im Wiener Volkstheater, wo Stücke von Horváth, Shakespeare und Orwell auf der Bühne stehen, sorgen Schneiderinnen, Schneider und Maskenbildner im Hintergrund für die passende Ausstattung. In Werkstätten und Ateliers entstehen Kostüme und Perücken in aufwendiger Handarbeit.

Kostümfundus mit historischen Stücken

Im Kostümfundus des Hauses lagern Mäntel, die bis in das Jahr 1908 zurückreichen. Im Atelier der Kostümabteilung werden zudem laufend neue Stücke gefertigt, darunter Mäntel, Westen, Hosen und Sakkos für aktuelle Produktionen.

Herrenschneider Tristan Kosic ist an dieser Arbeit beteiligt. Für ein einzelnes Sakko werden etwa 40 bis 60 Stunden Arbeitszeit benötigt, wobei mehrere tausend Handstiche in ein Kleidungsstück einfließen. Da Theaterkostüme besonderer Belastung standhalten müssen, wird genäht statt geklebt.

Perücken in Handarbeit

In der Maskenwerkstatt entstehen unter anderem Echthaarperücken, bei denen jedes einzelne Haar in ein feines Netz geknüpft wird. Für eine Perücke wird zuvor der Kopf des jeweiligen Schauspielers vermessen. Der gesamte Herstellungsprozess nimmt rund 40 Stunden in Anspruch. Verwendet werden dabei sowohl Echt- als auch Kunsthaar.

Judith Wieser ist stellvertretende Leiterin der Maske im Volkstheater. In der Werkstatt werden neben Perücken auch künstliche Nasen, Ohren und Warzen für Bühnenauftritte angefertigt. Ein besonders aufwendiges Projekt war ein Yeti-Kostüm, ein Ganzkörperanzug mit Perücke und Bart, für dessen Herstellung das Team rund 170 Stunden benötigte.