Bregenzer Festspiele: „La traviata“ feiert Premiere auf der Seebühne
Die 80. Bregenzer Festspiele werden am kommenden Mittwoch eröffnet. Auf der Seebühne feiert an diesem Abend Giuseppe Verdis Oper „La traviata“ Premiere – und das erstmals in der 80-jährigen Geschichte des Festivals. Bis zum 23. August sind 28 Aufführungen geplant. Die 188.000 aufgelegten Tickets sind bereits seit Ostern ausverkauft.
Am Freitag fand die erste Fotoprobe der Produktion statt. Regisseur Damiano Michieletto verlegt die Handlung der Oper in die 1920er-Jahre. Die musikalische Leitung teilen sich Kirill Karabits und Pietro Rizzo.
Monumentales Bühnenbild aus Spiegeln
Das Bühnenbild stammt von Paolo Fantin. Zentrales Element ist ein 28 Meter hoher, in 86 Teile zerbrochener Spiegel mit einer Gesamtfläche von 700 Quadratmetern. Mehr als die Hälfte der 86 Splitter lässt sich bewegen, einige davon klappen als zusätzliche Spielflächen aus. Vor der Spiegelwand befinden sich ein Spiegelboden sowie ein Wasserbecken, die als Hauptspielfläche dienen. 29 Lautsprecher wurden unsichtbar in die Konstruktion integriert. Das Richtfest für die Kulisse wurde Anfang April gefeiert.
An der Inszenierung wirken rund 25 Solisten sowie 40 Tänzer und Statisten mit. Da Seebühnenproduktionen der Bregenzer Festspiele jeweils auf zwei Spielzeiten ausgelegt sind, belaufen sich die Gesamtinvestitionen für „La traviata“ auf rund zehn Millionen Euro.








