Marie-Luise Stockinger übernimmt künstlerische Leitung der Salzkammergut Festwochen Gmunden

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Die Salzkammergut Festwochen Gmunden bekommen ab Herbst 2026 eine neue künstlerische Leitung für das Literatur- und Theaterprogramm. Die Schauspielerin Marie-Luise Stockinger übernimmt die Position von Karin Bergmann, die seit 2022 für diesen Bereich verantwortlich war. Bergmann, ehemalige Burgtheaterdirektorin und derzeit Intendantin der Salzburger Festspiele, hat Stockinger selbst als ihre Nachfolgerin vorgeschlagen.

Wechsel an der Spitze des Theaterprogramms

Marie-Luise Stockinger wurde 1992 in Linz geboren und ist 33 Jahre alt. Sie studierte am Max Reinhardt Seminar und wurde von Karin Bergmann ans Wiener Burgtheater engagiert. Dort arbeitete sie unter anderem mit Regisseuren wie Frank Castorf, Barbara Frey, Dušan David Pařízek und Karin Henkel zusammen. Weitere Engagements führten sie zu den Salzburger Festspielen und zur Ruhrtriennale.

Mit den Salzkammergut Festwochen Gmunden ist Stockinger bereits vertraut: 2022 stand sie in der Festwochenproduktion „Freiwild“ auf der Bühne des Stadttheaters Gmunden, 2024 trat sie bei der Lesung „Briefgeheimnisse“ auf. Für ihre schauspielerische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 2018 erhielt sie bei der Romy-Verleihung den Preis als „Bester Nachwuchs weiblich“ für ihre Darstellung der Maria Theresia, 2025 folgte der Diagonale-Schauspielpreis. Für ihre Rolle in „Gina“ war sie zudem für den Österreichischen Filmpreis als „Beste Hauptdarstellerin“ nominiert.

Karin Bergmann prägte den Theaterbereich der Festwochen in den vergangenen Jahren mit mehreren Kooperationen. 2022 wurde Arthur Schnitzlers „Reigen“ gemeinsam mit dem Landestheater Niederösterreich aufgeführt, die Theaterplattform „nachtkritik“ verortete den Gmundner Theatersommer jenes Jahres in der „Oberliga der Sommerfrischetheater“. Auch mit dem Landestheater Linz gab es unter Bergmanns Leitung Kooperationen. Zu Gast in Gmunden waren zudem Harald Schmidt, Joachim Meyerhoff, Jens Harzer und Sona MacDonald. Für den Sommer 2026 steht bereits die Aufführung von Thomas Bernhards „Elisabeth II.“ in der Regie von David Bösch mit Sven-Eric Bechtolf in der Titelrolle auf dem Programm. Kaufmännische Geschäftsführerin der Salzkammergut Festwochen Gmunden ist Johanna Mitterbauer.

Sommerfestivals mit wechselnder künstlerischer Führung

Grundsätzlich sind Wechsel in der künstlerischen Leitung bei Sommerfestivals ein wiederkehrender Vorgang, der oft mit neuen inhaltlichen Schwerpunkten einhergeht. Häufig übernehmen Nachfolgerinnen und Nachfolger Positionen, die zuvor von erfahrenen Theaterleitern aufgebaut wurden, und bringen eigene künstlerische Netzwerke sowie Erfahrungen aus vorherigen Engagements mit. Bei Festivals mit begrenzter Spielzeit im Sommer spielt neben der künstlerischen Ausrichtung auch die Zusammenarbeit mit bestehenden Häusern und Ensembles eine wichtige Rolle, etwa mit Landestheatern oder größeren Bühnen aus benachbarten Bundesländern.

Die Doppelspitze aus künstlerischer und kaufmännischer Leitung ist bei vergleichbaren Kulturveranstaltungen ein übliches Organisationsmodell. Während die künstlerische Leitung für Programmgestaltung, Produktionen und die Auswahl von Regisseurinnen und Regisseuren sowie Ensembles zuständig ist, obliegt der kaufmännischen Geschäftsführung die wirtschaftliche und organisatorische Steuerung des Festivalbetriebs. Diese Aufteilung ermöglicht es, künstlerische Entscheidungen unabhängig von finanziellen Detailfragen zu treffen, erfordert aber eine enge Abstimmung zwischen beiden Bereichen, insbesondere bei größeren Produktionen mit externen Kooperationspartnern.

Die Salzkammergut Festwochen Gmunden gehören zu den etablierten Sommerfestivals im österreichischen Kulturkalender. Mit dem bevorstehenden 40-jährigen Bestehen im Jahr 2027 steht dem Festival ein Jubiläum bevor, das in der Regel Anlass für Rückblicke auf die künstlerische Entwicklung sowie für besondere Programmakzente bietet.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.