Ein schwimmendes Ausstellungsschiff macht derzeit an drei Stationen in Niederösterreich Halt: Die „MS Wissenschaft“ ist noch bis Samstag in Krems zu besichtigen, anschließend von 20. bis 22. September in Tulln und vom 23. bis 25. September in Korneuburg. Das ehemalige Binnenfrachtschiff ist seit 2002 als Forschungsschiff unterwegs und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Medizin der Zukunft“. Der Eintritt ist frei, an Bord warten rund 30 interaktive Ausstellungsstücke auf Besucherinnen und Besucher.
Stationen in Krems, Tulln und Korneuburg
Nach dem Aufenthalt in Krems, der noch bis zum kommenden Samstag dauert, legt die „MS Wissenschaft“ in Tulln an, wo sie von 20. bis 22. September besichtigt werden kann. Die letzte niederösterreichische Station ist Korneuburg, dort ist das Schiff von 23. bis 25. September zu Gast. Täglich um 17.00 Uhr wird eine kostenlose Führung angeboten.
Ermöglicht wird der Aufenthalt der „MS Wissenschaft“ in Österreich durch das Wissenschaftsministerium unter Ministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) sowie durch das Land Niederösterreich.
Exponate zu psychischer Gesundheit und Herzmedizin
Unter den rund 30 interaktiven Stationen an Bord befindet sich auch ein Beitrag der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich mit dem Titel „Mindful Thinking“. Das Exponat zeigt, wie das psychische Wohlbefinden junger Menschen abnimmt, und veranschaulicht zugleich, wie es sich durch achtsamkeitsbasierte Denkansätze verbessern lässt.
Ein weiteres Exponat stammt von Prof. Dr. Birgit Pfaller-Eiwegger vom Universitätsklinikum St. Pölten und der Karl Landsteiner Privatuniversität. Es trägt den Titel „Geschlechtersensible Medizin“. Pfaller-Eiwegger weist darauf hin, dass Frauen häufiger an Herzerkrankungen versterben als Männer. Als Gründe nennt sie, dass bestimmte Symptome bei Frauen mitunter erst bis zu drei Stunden später erkannt werden und dass bei Frauen andere Risikofaktoren eine Rolle spielen als bei Männern.
Wissenschaftskommunikation auf dem Wasser
Die „MS Wissenschaft“ ist Teil eines langjährigen Formats, das Forschungsthemen abseits klassischer Ausstellungsräume vermittelt. Grundsätzlich verfolgen mobile Wissenschaftsausstellungen dieser Art das Ziel, aktuelle Forschungsfragen für ein breites Publikum zugänglich zu machen, ohne Vorwissen vorauszusetzen. Interaktive Exponate ermöglichen es dabei, komplexe Sachverhalte anhand konkreter Beispiele selbst auszuprobieren und nachzuvollziehen.
Themen wie geschlechtersensible Medizin oder psychische Gesundheit junger Menschen gelten allgemein als Bereiche, in denen Forschung in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Geschlechtersensible Medizin befasst sich grundsätzlich damit, dass Krankheitsverläufe, Symptome und Risikofaktoren bei Frauen und Männern unterschiedlich ausgeprägt sein können. Solche Unterschiede können unter anderem Diagnosezeiten und Behandlungswege beeinflussen. Formate wie die „MS Wissenschaft“ bieten die Möglichkeit, derartige Forschungsergebnisse einem Publikum außerhalb von Fachkreisen näherzubringen, etwa durch Universitäten, Kliniken oder pädagogische Einrichtungen, die ihre Projekte in Form konkreter Exponate präsentieren.





