Naturhistorisches Museum Wien eröffnet zwei restaurierte Vogelsäle mit über 1.000 Objekten

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Im Naturhistorischen Museum (NHM) Wien sind ab Mittwoch zwei der vier Vogelsäle nach umfassender Restaurierung wieder für Besucher zugänglich. In den Sälen 29 und 30 im zweiten Stockwerk des Museums werden mehr als 1.000 Objekte gezeigt. Die Wiedereröffnung wurde am Dienstag präsentiert.

Zwei Säle nach umfangreicher Sanierung wieder geöffnet

Für die Restaurierung wurden die Böden der beiden Säle saniert und die Elektrik komplett erneuert. Auch die historischen Deckengemälde sowie die denkmalgeschützten Vitrinen wurden wiederhergestellt. Die beiden verbleibenden Vogelsäle, Saal 31 und Saal 32, sollen im Herbst 2027 folgen.

In Saal 29 sind nun 490 Objekte zu sehen, die 22 Habitate aus Mitteleuropa abbilden. Saal 30 zeigt 600 Vogelpräparate, verteilt auf 26 Großlebensräume von allen Kontinenten einschließlich der Antarktis. Zuvor waren in den beiden Sälen insgesamt 880 Objekte ausgestellt.

Rund 1.000 der gezeigten Objekte wurden im Zuge der Arbeiten restauriert, 30 Präparate wurden komplett neu angefertigt. Bei der Restaurierung stellte sich heraus, dass bei rund der Hälfte der Präparate die Vogelaugen falsch angebracht worden waren. Die Ausstellung bildet nach Angaben des Museums einen großen Teil der gesamten Vogelvielfalt Österreichs ab.

Beteiligt an Restaurierung und Neugestaltung waren unter anderem NHM-Generaldirektorin Katrin Vohland, der Kurator der Vogelsammlung, Swen Renner, Sammlungsmanager Christof Viehauser sowie Szenografin Julia Landsiedl. Am Eröffnungstag können Besucherinnen und Besucher mit einem Vogelaccessoire zwischen 8.00 und 9.00 Uhr als sogenannte „Early Birds“ noch vor der regulären Museumsöffnung kostenlos in die Säle.

Naturkundliche Schausammlungen als langfristiges Erhaltungsprojekt

Historische Vogelpräparate zählen zu den empfindlichsten Objekten naturkundlicher Sammlungen. Federkleider verblassen unter Lichteinfluss, Präparate reagieren empfindlich auf Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen, und montierte Vitrinen unterliegen mit der Zeit statischen und technischen Verschleißerscheinungen. Grundsätzlich erfordert die Erhaltung solcher Bestände daher regelmäßige konservatorische Eingriffe, die weit über eine reine Reinigung hinausgehen.

Bei umfassenderen Sanierungen historischer Museumssäle werden üblicherweise mehrere Gewerke parallel bearbeitet: Neben der eigentlichen Restaurierung der Ausstellungsobjekte betrifft das häufig auch die Bausubstanz, etwa Böden, Beleuchtung und Elektroinstallationen, sowie denkmalgeschützte Ausstattungselemente wie historische Vitrinen oder Deckengemälde. Solche Arbeiten müssen mit Denkmalschutzauflagen abgestimmt werden, was den zeitlichen und organisatorischen Aufwand zusätzlich erhöht.

Auch die museale Präsentation selbst unterliegt einem Wandel. Während ältere Schausammlungen häufig auf eine möglichst große Zahl gezeigter Objekte setzten, geht die aktuelle Ausstellungspraxis vielfach in Richtung einer klareren didaktischen Aufbereitung, etwa durch die Einordnung einzelner Exponate in größere ökologische Zusammenhänge wie Lebensräume oder Verbreitungsgebiete. Eine reduzierte Anzahl an Objekten kann so mit einer differenzierteren inhaltlichen Vermittlung einhergehen.

Bei der Untersuchung historischer Tierpräparate zeigt sich zudem regelmäßig, dass frühere Präparationstechniken heutigen Standards nicht in allen Details entsprachen. Solche Abweichungen werden im Rahmen moderner Restaurierungsprojekte häufig erst durch eine genaue fachliche Prüfung sichtbar und in der Folge korrigiert, um ein möglichst naturgetreues Erscheinungsbild der Präparate sicherzustellen.

Hinweis zur Faktenprüfung

Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.