Der ORF baut sein Angebot im Bereich Religion und Ethik weiter aus. Wie Barbara Krenn, Leiterin der ORF-Hauptabteilung Religion und Ethik, erklärt, sei die Nachfrage nach solchen Angeboten ungebrochen groß. Der öffentlich-rechtliche Sender will dazu unter anderem seine Online-Dienste weiterentwickeln und sich vermehrt ethischen Fragen widmen.
Neue Formate und ausgebaute Kanäle
Religionssendungen im ORF-Fernsehen erreichen über ein ganzes Jahr hinweg einen weitesten Seherkreis von 5,7 Millionen Menschen in Österreich. Das entspricht nach Angaben des Senders circa drei Viertel der österreichischen Bevölkerung ab zwölf Jahren. Zusätzlich zum linearen Fernsehprogramm sind Religionsinhalte auch im Radio fest verankert: In den ORF-Regionalradios werden regelmäßig Morgengedanken sowie Gottesdienstübertragungen ausgestrahlt.
Im Zuge des angekündigten Ausbaus soll das Streaming-Angebot auf ORFon erweitert werden. Zudem will der ORF die Information über ethische Fragen intensivieren. Als neues Format wurde die Sendereihe „Kreuz und Quer Plus“ ins Leben gerufen, die auf sogenannte Explainer-Reihen setzt. Ergänzend dazu hat der ORF verschiedene Podcasts und Videopodcasts gestartet, die das Themenfeld Religion und Ethik online abdecken sollen.
Religionsberichterstattung im öffentlich-rechtlichen Auftrag
Öffentlich-rechtliche Sender wie der ORF sind in Österreich gesetzlich dazu verpflichtet, ein umfassendes Programm anzubieten, das auch religiöse und weltanschauliche Inhalte berücksichtigt. Grundsätzlich zählt die Vermittlung gesellschaftlich relevanter Themen wie Glaube, Ethik und Werte zu den klassischen Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, der sich damit von rein kommerziellen Anbietern unterscheidet.
Üblicherweise umfasst die Religionsberichterstattung dabei mehrere Ebenen: klassische Fernsehformate mit Dokumentationen und Diskussionssendungen, liturgische Übertragungen im Radio sowie zunehmend digitale Angebote, die ein jüngeres oder anders informationsaffines Publikum erreichen sollen. Die Verlagerung von Inhalten auf Streaming-Plattformen und in Podcast-Formate ist dabei kein Phänomen, das auf den Religionsbereich beschränkt ist, sondern betrifft grundsätzlich viele Sparten des öffentlich-rechtlichen Programms, da sich das Nutzungsverhalten des Publikums in den vergangenen Jahren spürbar in Richtung zeitunabhängiger, digitaler Angebote verschoben hat.
Explainer-Formate, wie sie nun auch in der Reihe „Kreuz und Quer Plus“ zum Einsatz kommen, haben sich in der Medienlandschaft allgemein als Mittel etabliert, um komplexe oder abstrakte Themen – etwa ethische Fragestellungen – in kompakter, verständlicher Form aufzubereiten. Sie eignen sich damit besonders für digitale Verbreitungswege, da sie sich unabhängig von festen Sendezeiten abrufen lassen und häufig auch für ein Publikum konzipiert sind, das sich gezielt über einzelne Themen informieren möchte, statt eine durchgehende Sendung zu verfolgen.
Hinweis zur Faktenprüfung
Diese Informationen wurden mit KI-Unterstützung auf Basis der vorliegenden Daten gegengeprüft und sprachlich aufbereitet. Die Angaben beziehen sich auf den zum Erstellungszeitpunkt verfügbaren Informationsstand.







