re:pair Festival im Museumsquartier setzt auf Reparatur statt Wegwerfen – Mode im Fokus

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Im Museumsquartier Wien findet derzeit das re:pair Festival statt, das bis zum 18. Oktober läuft. Initiiert wurde die Veranstaltung vor fünf Jahren von Tina Zickler. In diesem Jahr liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf dem Thema Mode. Im Vorjahr hatte das Repair-Festival rund 5.500 Besucherinnen und Besucher gezählt, zudem nahmen 40 Schulen an Workshops und Führungen teil.

Reparaturangebote und Programmpunkte im Museumsquartier

Am Sonntag, 11. Oktober, werden in der Libelle im Museumsquartier alte Elektrogeräte sowie Musikinstrumente kostenlos begutachtet. Instrumente wie Gitarren, Geigen oder Flöten sollen dabei nach Möglichkeit direkt vor Ort repariert werden. Auch Möbelstücke sind Teil des Angebots: Sessel mit wackeligen Beinen oder Lehnen werden ebenfalls instandgesetzt.

Für den 17. Oktober ist ein Event unter dem Titel „Slow Mending & Speed Dating“ angekündigt. Darüber hinaus gehören Workshops zum Programm, etwa unter dem Titel „Pimp Your Tired Bag“. Bei weiteren Programmpunkten werden aus Textilresten Teppiche geflochten, während aus alten Krawatten Blumenbroschen entstehen.

Reparieren statt Wegwerfen als wachsender Trend

Reparaturinitiativen wie Repair-Cafés oder themenbezogene Festivals haben sich in den vergangenen Jahren in vielen Städten etabliert. Grundsätzlich verfolgen solche Veranstaltungen das Ziel, den Lebenszyklus von Gegenständen zu verlängern und Abfall zu vermeiden, statt beschädigte Produkte direkt zu entsorgen. Häufig stehen dabei ehrenamtliche oder fachkundige Helferinnen und Helfer zur Verfügung, die Reparaturen gemeinsam mit den Besitzerinnen und Besitzern durchführen und dabei auch grundlegende Reparaturkenntnisse vermitteln.

Im Bereich Mode und Textilien spielt insbesondere das sogenannte Upcycling eine Rolle. Dabei werden gebrauchte Materialien oder Kleidungsstücke nicht einfach entsorgt, sondern in neuer Form weiterverwendet. Aus Stoffresten lassen sich etwa neue Accessoires oder Einrichtungsgegenstände herstellen. Solche Verfahren erfordern in der Regel kein hochwertiges Ausgangsmaterial, sondern setzen vor allem auf handwerkliches Geschick und kreative Umgestaltung.

Auch die Reparatur von Musikinstrumenten und Möbeln ist bei vergleichbaren Veranstaltungen ein wiederkehrendes Element. Während kleinere Schäden an Holzmöbeln, etwa lockere Verbindungen oder wackelige Beine, oft unmittelbar behoben werden können, hängt der Reparaturaufwand bei Musikinstrumenten stark vom jeweiligen Schadensbild und Material ab. Saiteninstrumente etwa erfordern häufig eine andere fachliche Herangehensweise als Blasinstrumente.

Bildungseinrichtungen werden bei derartigen Initiativen vielerorts gezielt eingebunden, etwa durch Workshops oder Führungen für Schulklassen. Damit soll Kindern und Jugendlichen ein praktischer Zugang zu Themen wie Ressourcenschonung und Reparaturfähigkeit vermittelt werden, der über die reine Theorie hinausgeht.