Salzburger Festspiele machen historische Aufführungen digital erlebbar
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Salzburger Festspiele digitalisieren ihr Archiv: Projekt „The Living Archive“

Das Archiv der Salzburger Festspiele, die Ars Electronica in Linz und die Universität Mozarteum arbeiten gemeinsam an einem EU-geförderten Projekt zur digitalen Zugänglichmachung medialer Aufzeichnungen früherer Festspiel-Aufführungen. Das Projekt trägt den Namen „The Living Archive“ und zielt darauf ab, neue Formate für kulturelle Erinnerung zu schaffen, die der Allgemeinheit offenstehen.

Vom 18. bis 29. August findet ein eigenes Kulturfestival zu diesem Projekt statt, bei dem die Ergebnisse der Zusammenarbeit präsentiert werden.

Virtuelle Kostüme und haptische Technologie

Eine der zentralen Anwendungen ermöglicht es Besucherinnen und Besuchern, historische Kostüme virtuell zu ertasten. Mit einem Gerät in der Hand lassen sich im virtuellen Raum Objekte berühren, die dabei Vibrationen erzeugen. So kann etwa das Kleid der Marschallin aus dem Jahr 1960 – einschließlich des Raschelns der Rüschen – wahrgenommen werden.

Virtueller Rundgang in der Felsenreitschule

Bereits 2023 wurde im Rahmen eines Pilotprojekts ein virtueller Rundgang in der Felsenreitschule entwickelt. Darin lässt sich die „Faust-Stadt“ von Max Reinhardt aus dem Jahr 1933 besuchen, deren Inszenierung virtuell zum Leben erweckt wird.

Neues Experimentiergebäude der Universität Mozarteum

Für das Projekt steht ein eigener Experimentierraum im neuen UMAK-Gebäude der Universität Mozarteum beim Kurgarten zur Verfügung. Dort wird an neuen Möglichkeiten der künstlerischen Arbeit geforscht. Die offizielle Eröffnung des Gebäudes ist für September geplant.