Seit 19 Jahren in der Florianigasse: Buchbinderin hält traditionelles Handwerk in der Josefstadt am Leben

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Buchbinderin in der Josefstadt: Ein traditionelles Handwerk in der Florianigasse

In der Florianigasse 5a im 8. Wiener Gemeindebezirk betreibt Kerstin Czerwenka seit 19 Jahren die Buchbinderei „Die Buchbinderin“. Das Geschäftslokal, das sich gegenüber dem Bezirksgericht Josefstadt befindet, war zuvor eine Vinothek.

Die 50-Jährige stammt aus Klagenfurt. Ursprünglich hatte sie vor, Glaserin zu werden, entschied sich dann jedoch für eine Lehre als Buchbinderin in ihrer Heimatstadt. Nach Abschluss der Ausbildung zog sie nach Wien, wo sie zunächst zehn Jahre lang in einem Betrieb im 2. Bezirk arbeitete.

Kundschaft aus unterschiedlichen Bereichen

Zu Czerwenkas Kundinnen und Kunden zählen zwei Bibliotheken sowie mehrere Anwaltskanzleien, die zu ihren Stammkunden gehören. Auch Studentinnen und Studenten lassen bei ihr Abschlussarbeiten binden. Seit das Bundesgesetzblatt im Jahr 2004 die Papierform eingestellt hat, hat sich das Kundenspektrum in der Branche verändert.

Nach Einschätzung von Czerwenka gibt es in Wien noch sieben oder acht Buchbindereien. Die Preise in ihrem Betrieb reichen von 50 bis 200 Euro für ein Einzelstück. Die Reparatur eines stark genutzten Taschenbuchs kostet zwischen quasi nichts und 70 Euro.

Lage im Grätzel

Die Florianigasse ist auch für ihre Studentenlokale wie das „Tunnel“ und das „Café Merkur“ bekannt. In unmittelbarer Nähe liegt zudem der Schönbornpark. Die Buchbinderei selbst bleibt im Sommer jeweils drei Wochen lang geschlossen.