Styriarte präsentiert Meerschein-Konzerte 2026/27 mit Orient, Klezmer und moderner Klassik

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

Dieses Thema Freunden empfehlen

Die styriarte hat das Programm der Meerschein-Konzerte für die Saison 2026/27 vorgestellt. Die Reihe umfasst fünf Programme, die musikalische Welten des Orients, der modernen Klassik und des Klezmer miteinander verbinden. Austragungsort ist wie gewohnt der barocke Minoritensaal in Graz, wo die Konzerte jeweils als Matinee um 11 Uhr und als Soiree um 16 Uhr an Sonntagen stattfinden. Jede Vorstellung dauert etwa 70 Minuten.

Fünf Programme zwischen November und März

Den Auftakt der Konzertreihe macht am 15. November das Neva Quartet unter der Leitung von Dimitri Psonis, einem gebürtigen Athener Santur-Spieler. Das Ensemble verbindet klassische europäische Musik mit traditionellen Klängen des Nahen Ostens, des Balkans und des Mittelmeerraums. Zum Einsatz kommen dabei Instrumente wie Klarinette, Cello, Perkussion, Santur, Oud und Saz.

Am 13. Dezember treten Julia Lacherstorfer und die Wiener Band Alma mit dem Programm „Cherubim“ auf. Es widmet sich alten Liedern für die stillste Zeit im Jahr und wird mit Geige, Harmonika, Kontrabass und Gesang umgesetzt.

Das Trio Trianima gastiert am 10. Jänner mit Musik frei nach Johannes Brahms, Dmitri Schostakowitsch, Ludwig van Beethoven und Justin Hurwitz. Besetzt ist das Trio mit Klarinette, Cello und Harfe.

Am 7. Februar folgt das Duo Alida mit dem Programm „Tales“. Mit Saxofon und Akkordeon verweben die beiden Musiker Werke von Purcell, Queen und Sting mit irischen Traditionals.

Den Abschluss der Konzertreihe bildet am 7. März das Programm „Stories in Between“. Moritz Weiß und das Styrian Klezmore String Quartet lassen darin Klezmer und klassische Musik ineinander übergehen.

Kammermusik im historischen Rahmen

Der Minoritensaal in Graz zählt zu den etablierten Spielstätten für Kammermusik in kleinerem Rahmen. Grundsätzlich eignen sich barocke Säle mit ihrer überschaubaren Größe und ihrer Akustik besonders gut für Ensembles, die mit wenigen Musikern und akustischen Instrumenten arbeiten, da Nuancen im Klang auch ohne Verstärkung gut wahrnehmbar bleiben. Das Format der Matinee und der Soiree an einem Tag ist bei Kammermusikreihen verbreitet, weil es unterschiedlichen Publikumsgruppen entgegenkommt, etwa jenen, die einen Konzertbesuch am Vormittag einem Abendtermin vorziehen.

Programme, die europäische Kunstmusik mit Klangwelten aus dem Nahen Osten, dem Balkan oder dem Mittelmeerraum verbinden, gehören seit einigen Jahren verstärkt zum Repertoire von Kammermusikensembles. Instrumente wie Santur, Oud oder Saz stammen aus traditionellen Musikkulturen dieser Regionen und werden zunehmend auch in Formationen eingesetzt, die klassisch ausgebildete Streicher oder Bläser umfassen. Ähnliches gilt für den Klezmer, eine ursprünglich aus dem osteuropäischen jüdischen Kulturraum stammende Musiktradition, die häufig mit klassischen oder klassisch-romantischen Kompositionen kombiniert wird, um neue klangliche Verbindungen herzustellen.

Die styriarte ist als Grazer Kulturinstitution bekannt für Konzertreihen, die klassische Musik mit thematischen Schwerpunkten und wechselnden Ensembles präsentieren. Reihen wie die Meerschein-Konzerte bieten dabei über eine Saison hinweg mehrere in sich abgeschlossene Programme, die von unterschiedlichen Musikerinnen und Musikern gestaltet werden, aber durch die gemeinsame Spielstätte und einen thematischen roten Faden miteinander verbunden bleiben.