Theater der Jugend Wien startet unter neuer Leitung mit literarischem Schwerpunkt in die Saison

Hinweis: Dieses Beitragsbild wurde mit künstlicher Intelligenz erstellt und dient der symbolischen Illustration. Es zeigt keine authentische Aufnahme des beschriebenen Ereignisses.

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Das Theater der Jugend in Wien startet unter neuer Leitung in die kommende Saison. Ein Eröffnungstag findet am 26. September statt, die eigentliche Spielzeit beginnt am 13. Oktober in der Neubaugasse mit der Uraufführung der Bühnenfassung von Renate Welshs Kinderbuchklassiker „Alle Kinder nach Kinderstadt“. Neue Direktorin des Hauses ist Asli Kislal, die zuvor das diverCITYLAB gegründet und langjährig geleitet hatte. Sie übernimmt von Thomas Birkmeir, der das Theater der Jugend 24 Jahre lang geführt hatte.

Neue Handschrift für die traditionsreiche Bühne

Mit dem Wechsel an der Spitze hat sich auch das äußere Erscheinungsbild des Theaters der Jugend verändert. Die beiden Spielstätten tragen künftig als Beinamen ihre Straßennamen Neubaugasse und Liliengasse. Hinzu kommen ein neues Logo, eine überarbeitete Website und neue farbliche Akzente im Auftritt des Hauses.

Der erste von Kislal verantwortete Spielplan besteht ausschließlich aus Dramatisierungen literarischer Vorlagen. Die Inszenierung von „Alle Kinder nach Kinderstadt“ übernimmt Simon Windisch. Bereits am 16. Oktober folgt in der Liliengasse „Komm runter!“ von Sabrina Myriam Mohamed, inszeniert von Niko Eleftheriadis. Am 11. Dezember hat „Der Zahn“ in der Neubaugasse Premiere, eine Bühnenfassung von Ayşe Bosse nach der Graphic Novel von Ayşe Klinge, in der Regie von Philine Bührer. Das Stück richtet sich an Kinder ab sechs Jahren.

Ab 12. Jänner erzählt Raoul Biltgen frei nach Cervantes die Geschichte rund um „Quixote“ für ein Publikum ab 13 Jahren. Die Produktion entsteht in Zusammenarbeit mit dem Kollektiv Plaisiranstalt. Am 23. Februar folgt „Vevi“, die Dramatisierung von Erica Lilleggs gleichnamigem Kinderbuch, umgesetzt von Bérénice Hebenstreit. Das Buch „Vevi“ erscheint im Herbst mit neuen Zeichnungen im Luftschacht Verlag. Kislal plant zudem, in jeder Spielzeit eine Produktion zu zeigen, in der gesprochene Sprache nicht im Zentrum des Ausdrucks steht. In der laufenden Saison ist dies die Uraufführung „Outcast“, die auf Street- und Clubstyles, Contemporary Dance sowie Handsigns setzt. Den Saisonabschluss bildet am 25. Mai eine Adaptierung von J.R.R. Tolkiens „Der Hobbit“.

Neben dem Spielplan wurde der Kinderstückpreis „Hugo“ ins Leben gerufen, eine Kooperation mit der Schauburg München und dem Jungen Schauspiel Düsseldorf. Über die eingereichten Texte entscheidet eine Jury aus Kindern und Erwachsenen. Die Schreibstipendien sind mit jeweils 7.000 Euro dotiert, die Auszeichnung der Gewinner erfolgt im Rahmen des Schäxpir-Festivals in Linz. Die prämierten Werke sollen in der kommenden Saison am Theater der Jugend uraufgeführt werden.

Auch personell gibt es Veränderungen im Ensemble. Zum fixen, sechsköpfigen Ensemble gehören weiterhin Uwe Achilles, Frank Engelhardt und Stefan Rosenthal. Neu hinzugekommen sind Melanie Baljeet Kaur Sidhu, Barča Baxant und Una Nowak. Kaufmännischer Direktor des Hauses bleibt Ronald Hora. In der vergangenen Saison erreichten die 234 Vorstellungen der Eigenproduktionen eine Auslastung von 92,11 Prozent. Für das Jahr 2027 liegt bereits eine Förderzusage vom Bund vor. Zudem wurde in Kooperation mit dem Max-Reinhardt-Seminar und der MUK ein neues Springer-System eingerichtet.

Kinder- und Jugendtheater als eigenes Genre

Kinder- und Jugendtheater unterscheidet sich in seiner Produktionsweise häufig von Bühnen für ein erwachsenes Publikum. Stücke werden meist so entwickelt, dass sie unterschiedliche Altersstufen ansprechen, ohne dabei auf erzählerische oder ästhetische Komplexität zu verzichten. Dramatisierungen literarischer Vorlagen sind in diesem Bereich ein verbreitetes Mittel, um bekannte Stoffe für die Bühne zugänglich zu machen und zugleich junge Zuschauerinnen und Zuschauer an Literatur heranzuführen.

Auch nicht textbasierte Ausdrucksformen wie Tanz, Bewegungstheater oder visuelles Erzählen spielen in diesem Genre häufig eine Rolle, insbesondere wenn Sprachbarrieren vermieden oder sehr junge Altersgruppen erreicht werden sollen. Feste Ensembles, wie sie an Kinder- und Jugend

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